theDemotic Palaeographical Database Project
palaeography corpus
P. BM EA 10225
Gewinn-Berechnung über verbackenes Mehl mit Erwähnung der tftf-Leute
Athribites
184 - 93 BCE
Der Papyrus P. BM EA 10225 (Phillips 39) wurde im Juni 1837 von S. Birch bei einer Auktion des traditionsreichen Londoner Auktionhauses Phillips, Son & Neale zusammen mit dem P. BM EA 10242 (weitere Reg.Nr. BM Phillips 40; TM 43897; s.a. digitale Publikation des P. BM EA 10242 im corpus des DPDP). Die Herkunft beider Papyri war zunächst nicht geklärt. P. BM EA 10242 konnte dem Archiv des Generals Herianoupis zugeordnet werden, das in der Sacred Animal Necropolis in Nord Saqqara lokalisert werden konnte. P. BM EA 10242 wurde mit aller Wahrscheinlichkeit vom Auktionhaus Phillips, Son & Neale 1835 bei der Verkaufsauktion der Sammlung von Henry Salt bei Sotherby’s erworben und dann dort 1987 von Birch für das British Museum ersteigert. So ist es wahrscheinlich, dass auch P. BM EA 10225 ursprünglich Teil der Sammlung von Henry Salt gewesen ist. Der Text des Papyrus P. BM EA 10225 enthält die Berechnung einer Institution, in der Ortschaften, Stadtteile bzw. Betriebe benannt werden, die entweder in der Hauptstadt des 10. u.äg. Gaus Tell el-Athrib oder in seiner nahen Umgebung lokalisiert werden können. Da das Archiv des Generals Herianoupis fast ausschließlich aus Briefen besteht, die etwas jünger datieren, stammt der P. BM EA 10242 sicherlich nicht aus dem memphitischen Archiv des Generals.
Bei P. BM EA 10225 handelt es sich um das Ende (rto) einer wohl ursprünglich längeren Papyrusrolle, die nach ihrem Fund zerschnitten und über den Antikenhandel in einzelnen Teilen verkauft wurde.
P. BM EA 10225 umfasst die letzten beiden Papyrusblätter (rto) dieser Rolle. Auf dem rechten (vorletzten) Blatt des Recto, das in seiner Breite nur ca. in seinem letzten Viertel erhalten ist, findet sich vor der Klebung die erste Inschriftenkolumne. An der Schnittstelle rechst finden sich noch Zeichenspuren der vorangehenden Inschriftenkolumne, die abgetrennt wurde. Auch der linke Rand (rto) des letzten Blattes, der unbeschriftet und damit für den Verkauf unnötig war, ist abgeschnitten. Der Text der Kolumnen II. und III. des P. BM EA 10225 findet sich auf diesem letzten Blatt der Papyrusrolle und wird auf dem Verso des Papyrus (einfach vertikal gewendet) in zwei Zeilen weitergeführt. Die Position dieser beiden Zeilen auf dem Verso entspricht ca. den ersten zwei Zeilen der Kolumne III. auf dem Recto. Auf dem erhaltenen Teil des Verso finden sich außer diesen beiden Zeilen, keine weiteren Inschriften.
Datierung:
Eine Datierung in die Regierungszeit von Ptolemaios III., Ptolemaios V., Ptolemaios VI., Ptolemaios X. oder Kleopatra VII. ist möglich. Aus paläographischen Gründen schließt Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 29 Anm.2, Ptolemaios III. und Kleopatra VII. aus. Die Angabe der genauen Tagesdaten von Andrews (s.o.), und in seiner Folge Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu Zeile I.1, sind zu verwerfen, da sie sich allein auf die erste Datumsangabe 1. Achet Tag 11 (I.1) des Textes beziehen und die Daten, die im folgenden Text noch verzeichnet sind, außer Acht lassen. Der terminus post quem der schriftlichen Aufzeichunung der vorliegenden Berechnung ist der 2. Achet, Tag 25 (s. hier ausführliche Anm. zu Z. I.1 der hier vorliegenden Textbearbeitung). Folgende Datierungen kommen daher in Betracht (jeweils 22. Regierunsjahr): 18. Oktober 184 v. Chr. Ptolemaios V., 12. Oktober 160 v. Chr. Ptolemaios VI. oder 25. September 93 v. Chr. Ptolemaios X.
Topographie und Toponyme:
Die vorliegende Berechnung betrifft Ortschaften und Betriebe, die einer Institution, wohl eines Tempels bzw. Tempeldomäne, unterstanden und sich sowohl innerhalb der Hauptsadt des 10. u.äg. Gaus (Athribites, Km-wr), Tell el-Athrib (Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb) als auch in derer näheren Umgebung befunden haben müssen. Besonders die Gegend des heutigen Kom Sidi Youssouf, der antiken Siedlung Benha (Panaho) dürfte hier von besonderem Interesse sein. Ursprünglich als eigenständige Siedlung in Nachbarschaft von Tell el-Athrib erbaut, wurde diese durch das schnelle Wachstum der Hauptstadt recht schnell zu einem Stadtviertel von Tell el-Atrib. Der Text weist eine große Zahl von Benennungen auf, die durch ein Ortsdeterminativ gekennzeichnet sind. Zumeist sind diese jedoch hapax legomena und oft in ihren Lesungen nicht gesichert. Eine Identifikation bzw. Lokalisation von Ortschaften im Bereich in und um Tell el-Athrib, auch wenn sie mehrfach belegt sind, wird weiterhin dadurch erschwert, dass Tell el-Athrib direkt auf der westlichen Seite des Damiette-Nilarms gelegen war, von dem sich an dieser Stelle darüberhinaus ein Seitenkanal in Richtung Bubastis abgabelte. Die jährliche Nilflut sowie die sich ständig verlagernden kleineren Nilarme bedingten, dass unzählige, auch stadtnahe Siedlungen zwar auf zunächst überschwemmungssicheren Arealen errichtet wurden, jedoch durch die sich permanent alluvial verändernde Landschaft zerstört und an anderen Orten neu errichtet werden mussten. Aus diesem Grund und auch durch die moderne Bebauung bzw. Agrarwirtschaft ist eine archäologische Erschließung des gesamten Bereichs bis heute nur ungenügend erfolgt (Vernus, AthribisVernus, P., Athribis. Textes et Documents relatifs à la Géographie, aux Cultes, et à l'Histoire d'une ville du Delta Égyptien à l'Èpoque Pharaonique (Bibliothèque d'Etude 74; Le Caire, 1978).; Leclère, Villes Basse Ègypte IILeclère, F., Les Villes de Basse Ègypte au Ier Millénaire av. J.-C. I-II (Bibliothèque d'Etude 144.1-2; Le Caire, 2008)., 233-278; EES, Atrib). Archäologisch und inschriftlich nachgewiesen ist ein explosionsartiges Wachstum von Tell el-Athrib seit dem 4. Jhr. v. Chr. unter der Argeaden Dynastie und besonders in Ptolemäischer Zeit zu einem wichtigen multinationalen und multikulturellen Zentrum mit ägyptischen, griechischen, syro-palästinensischen, aramäischen, jüdischen und libyschen Bewohnern, aus denen sich auch einige Truppeneinheiten der ägyptischen Armee rekrutierten (Fischer-Bovet, The Ptolemaic ArmyFischer-Bovet, C., The Ptolemaic Army (Oxford Handbooks Online; Oxford, 2018)., auch libysche Kavallerie-Einheiten). Dass aufgrund dieser „urbanen“ Explosion zahlreiche Gebäude auch innerhalb der Umfassungsmauern der Tempel von Tell el-Athrib, auch dem des Haupttempels des Horus-Chenticheti, errichtet wurden, belegt die biographische Inschrift des Djed-Hor, „Oberster Türhüter“ und „Oberster Wächter des Falken“ des Tempels des Horus-Chenticheti, die sich auf seiner in Tell el-Athrib gefundenen Statue befindet (Kairo JE 46341, 30.Dyn. Philipp III. Arrhidaios). Dort erwähnt Djed-Hor explizit, dass sich innerhalb der Umfassungsmauer des Tempels eine große Soldatensiedlung etabliert hatte, er aber diese Soldaten in die Stadt umgesiedelt hätte (Thiers, BIFAO 95Thiers, Ch., 'Civils et militaires dans les temples. Occupation illicite et expulsion', Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale 95 (1995), 493-516., bes. 501, mit weiterführenden Literatur). Für die im P. BM EA 10225 erwähnten Benennungen kann nicht immer eindeutig bestimmt werden, ob es sich hierbei um Stadtteile von Tell el-Athrib, in deren Nähe gelegene Siedlungen, Betriebe oder auch Bereiche einer dem Tempel zuzuordnenden Kulteinrichtung handelt. Als bekanntes Toponym ist allein die Siedlung Kerkeuris (Pr-grg-Ḥr; I.15, II.1) mehrfach im Zusammenhang mit Tell el-Athrib belegt. Zu Kerkeuris ist der genannte Bezirk des Hirten (pꜣ ꜥwỉ pꜣ ꜥꜣm, I.15) als Ortsteil hinzuzurechnen. Der von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994)., 26, 31 (33), und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank. angenommene eindeutige Beleg des Toponyms Tell el-Athrib (Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb, III.4) muss mit Vorsicht betrachtet werden, da im vorliegenden Text die Benennung eine in ihre Lesung nicht ganz klare Erweiterung (Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb-Ḥr-?wḏꜣ?) besitzt. Für Tell el-Athrib ist jedoch eine Erweiterung des eigentlichen Stadtnamens zu keiner Zeit belegt. Eindeutig um einen Betrieb handelt es sich bei der im Text mehrfach genannten „Die-Bäckerei-des-Haryothes“ (Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ; II.4, II.12, II.16, III.2, hapax leg., genaue Lokalisation?, im TM als „village“ geführt). Für die Diskussion zu den erwähnten Toponymen verweise ich auf die ausführlichen Anmerkungen im Text.
Abrechnung:
Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem P. BM EA 10225 um die letzten beiden Blätter einer ursprünglich längeren Papyrusrolle. Auf ihnen wurde eine in sich geschlossene Abrechnung wohl eines Tempels verzeichnet, die sich hauptsächlich auf den Gewinn aus verbackenem Mehl, aber auch auf einige Sonderzahlungen in Form von Naturalien bezieht. Dieser Gewinn muss von den aufgeführten Betrieben (Bäckereien) oder den Personen, die diesen Betrieben angehören, d. h. den Debitoren an die Institution, d. h. den Kreditor gezahlt werden bzw. bleiben dort als Schulden der Debitoren stehen. Der grundsätzliche Aufbau dieser Berechnung umfasst im ersten Teil A. eine Aufstellung von 7 Posten seitens des Kreditors zur Berechnung seines Netto-Gewinns (I.3-III.11). Ihm folgt ein zweiter Teil B., in dem die Summe der in A. aufgeführten Geld- sowie Naturalien-Gewinne des Kreditors mit den erfolgten Einzahlungen der Debitoren gegengerechnet werden. Daraus errechnet sich der tatsächliche, aktuelle Netto-Gewinn. Einige unter B. erfasste Einzahlungen werden dafür verwendet, noch nicht gezahlte Geldbeträge der Debitoren auszugleichen, die sich auf Listeneinträge beziehen, deren Daten außerhalb des Zeitraumes liegen, die der vorliegenden Abrechnung des P. BM EA 10225 zugrundeliegen. Daher müssen sich auf den vorderen, im Antikenhandel abgetrennten Papyrusblättern weitere Berechnungen befunden haben. Dieser Umstand erschwert das Verständnis der Logik und des Aufbaus der im P. BM EA 10225 aufgezeichneten Berechnungen.
Die Abrechnung wurde ungewöhnlicherweise nicht für einen kontinuierlichen Zeitraum erstellt. Die im Teil A. aufgeführten Posten für die Gewinnberechnung betreffen zunächst in Abschnitt A.1.I. alleine Einträge vom 1. Achet, Tag 11 (Posten 1-3, I.3-II.13). Unter Abschnitt A.1.II. finden sich Einträge, die im Verlauf des gesamten 2. Achet gesammelt erfasst wurden (Posten 4-7, II.4- III.6) und zumeist keine Tagesangabe besitzen (Außnahme: II.19, Tag 15; II.20, Tag 22; III.3). Die Daten der unter B. eingegangenen Einzahlungen seitens der Betriebe (Debitoren) an den Tempel weisen nur zwei Tagesdaten auf: 2. Achet, Tag 22 (III.14) und Tag 25 (III.16).
Die hier verwendete ungewöhnliche Bezeichnung „Netto-Gewinn“ ergibt sich aus der Art, in der die Berechnung von der Institution erstellt wird. Dies wird besonders durch die klare Gliederung der Posten 1. bis 3. des Abschnitts A.1.I. vom 1. Achet, Tag 11 deutlich. Dort wird jeder Betrieb einzeln abgerechnet. Dabei werden jeweils zunächst die Kosten für verbackenes Mehl zu Lasten der Betriebe in Artaben summiert und in Deben umgerechnet (5 dbn pro 1 rdb). Danach werden die Unkosten, die beim Backvorgang entstehen und die zu Lasten des Tempels gehen, summiert. Diese Unkosten bestehen aus Wasserkrügen (0,4 Deben pro Krug) und Schilfbündeln (0,35 Deben pro Bündel). Diese Unkosten werden vom Ertrag aus verbackenem Mehl abgezogen und somit der Netto-Ertrag erstellt. Weiterhin werden die Geld-Schulden der Bäcker aus vorhergehenden Berechnungen, die noch nicht eingezahlt wurden, aufgelistet und zu dem aktuellen Netto-Ertrag hinzu summiert. Diese „alt“ Schulden finden sich als Listeneinträge nicht auf diesem Papyrusabschnitt des P. BM EA 10225, sondern auf den davorliegenden, nun fehlenden Blättern. Daneben werden weiterhin Geld- sowie Naturalien-Einnahmen aufgelistet, die nicht direkt mit den Einkünften aus verbackenem Mehl im Zusammenhang stehen, aber seitens der Betriebe an den Tempel erstattet werden müssen. Die hier aufgelisteten Geldbeträge werden zu der aktuellen Summe des Netto-Ertrags aus verbackenem Mehl und „alt“ Schulden addiert. Dies ergibt eine Gesamtsumme von 92,6 Deben (III.7-11), die die Betriebe an den Tempel einzahlen müssen. Da die Naturalien-Abgaben (Kleider, Wein, Bier, Rizinusöl und gesondertes Mehl) nicht in Deben umgerechnet werden, werden diese als Sonderposten geführt und auch gesondert aufgelistet (III.7-11). In derselben Art werden die Einkünfte im Abschnitt A.1.II. aufgelistet (Posten 4-7, II.4-III.6). Hier sind jedoch die Einkünfte für den „Verlauf des 2. Achet“ nicht gesondert nach Betrieben, sondern als Sammelposten gelistet. Im Teil B. wird nun zunächst die in A. errechnete Gesamtsumme von 92,6 Deben (Netto-Ertrag aus verbackenem Mehl + „Alt“-Schulden + gesonderte Geld-Zahlungen) sowie die gesondert erhobenen Naturalien-Abgaben, mit Einzahlungen seitens der Bäcker, die im Zeitrahmen dieser Aufstellung (1. Achet, Tag 11 und „im Verlauf des 2. Achet“) erfolgten, verrechnet. Zunächst werden die Einzahlungen gelistet (Posten 1-4, III.12-18) hierunter fallen Geldeinzahlungen von 9,75 Deben und auch gesondert verrechnete Naturalien-Einzahlungen (Posten 1. III.12-14). Interessant, aber erschwerend bei dem Verständnis dieser Berechnung ist, dass die hier aufgeführten Geldeinzahlungen auch einige frühere Listeneinträge tilgen, die sich nicht auf dem P. BM EA 10225 befinden, da dieser Textabschnitt das Ende einer wohl längeren Aufstellung an Abrechnungen ist. Die an den Tempel von den Betrieben geleistete Einzahlung von insgesamt 9,75 Deben, wird nun mit Unkosten verrechnet, die zu Lasten des Tempels gehen, jedoch unter A. noch nicht aufgeführt wurden, da sie wohl zeitlich erst nach der unter A. erfolgten Auflistung entstanden sind. Die Unkosten, die zu Lasten des Tempels gehen, sind hier: Wasser (0,4 Deben pro Kug), Sesam (1 Deben pro X), Knoblauch (1,25 Deben pro X), Grünzeug und Zwiebeln (1,5 Deben pro X). Die Summe der Unkosten für den Tempel beträgt 9,75 Deben und gleicht somit die Summe der Einzahlungen per Datum der Rechnungsstellung aus. Der letzte Posten Salz für die Grütze, der mit 8 Deben zu Lasten des Tempels geht, kann nicht durch erhaltene Einzahlungen ausgeglichen werden. Somit errechnet sich der Netto-Gewinn des Tempels per Datum der Rechnungsstellung aus 92,6 Deben (A. Summe aller Netto-Gelderträge) minus diesen 8 Deben, die zu Lasten des Tempels gehen. Das macht 84,6 Deben Netto-Geld-Gewinn, der seitens der Betriebe an den Tempel noch gezahlt werden muss. Zu den einzelnen Posten verweise ich auf die ausführlichen Anmerkungen im Text.

P. BM EA 10225 Berechnung
A. Aufstellung der Einnahmen
A.1. Berechnung des Netto-Gewinns des Tempels aus verbackenem Mehl (I.1-III.11)
Datum
und
Posten
Kosten für verbackenes Mehl
(zu Lasten Bäcker)
rdb
dbn
5 dbn
pro Artabe
Unkosten beim
verbacken des Mehls
(zu Lasten Institution)
Wasser
Schilf
Summe Unkosten
0,4 dbn
pro Krug
0,35 dbn
pro Bündel
Netto-Kosten für verbackenes Mehl
(zu Lasten Bäcker)
gesamt
dbn
"Alt"-Schulden (Bäcker) vom 1. Achet, Tag 1
dbn
Summe aller Geld-
Forder-
ungen an die Bäcker
dbn
erhobene
gesonderte Naturalien-Abgaben
Kleid
Wein
Bier
Rizinusöl
Mehl
Maß?
Maß?
Lok
rdb
I. Berechnung vom 1.Achet, Tag 11
Posten 1
(I.3-13)
6,5
32,5
7,6
7,1
14,7
17,8
6
23,8
Posten 2
(I.14)
1
Posten 3
(I.15-II.3)
6
30
6,4
6
12,4
17,6
8
25,6
II. Berechnungen im Verlauf des 2. Achet, Posten 6: Tag 25 (II.19), Tag 22 (II.20); Posten 7: Tag 10 (III.3)
Posten 4
(II.4-10)
3,5
17,5
4,8
3
7,8
9,7
9,7
Posten 5
(II.11-15)
1
1
1
Posten 6
(II.16-20)
23
23
Posten 7
(III.1-6)
10,5
10,5
2,5
2/3 1/6
A.2. Summe aller unter A. berechneten Posten = Netto-Ertrage (III.7-11) = Zahlungen der Bäcker an die Institution
Gesamt-
summe
16
45,1
47,5
92,6
2
1
1
2,5
2/3 1/6
B. Verrechnung mit Einzahlungen
B.1. Berechnung des aktuellen, noch offenen Netto Geld-Gewinns des Tempels
Forderungen aus A.
dbn
92,6
Kleid
2
Wein
Maß?
1
Bier
Maß?
1
Rizinus-
öl
Maß?
2,5
Mehl
rdb
2/3 1/6
Posten 1 (III.12-14) - Einzahlung vom 2. Achet, Tag 22 - Naturalien
zusammengehörig ??
dbn
rdb
Einzahlung 1
2
+
Einzahlung 2
2/3 1/6
Einzahlung 3
2 2/3 1/6
Posten 2 (III.15) - Einzahlung vom ??
dbn
dbn
Einzahlung
??
-
Löschung Listeneintrag
vom 2. Achet, Tag 20
??
eingezahlte Restsumme
4,25
4,25
Posten 3 (III.16) Einzahlung vom (2. Achet), Tag 25
dbn
Einzahlung
2
Einzahlung
2
2
Posten 4 (III.17) Einzahlung vom ??
dbn
Einzahlung
??
-
Löschung Listeneintrag
vom 1. Achet, Tag 16
(nicht in A. erfasst)
??
eingezahlte Restsumme
3,5
3,5
Summe aller eingegangener Geld-Einzahlungen der Bäcker (III.18)
9,75
2. Unkosten zu Lasten des Tempels, die neu und noch nicht in A. erfasst sind (III.18-vso 1)
Posten 1 (III.18)
10 Wasserkrüge
-4
Posten 2 (III.19)
1 Sesam
-3
Posten 3 (III.20)
Knoblauch
-1,25
Posten 4 (III.21)
Grünzeug und Zwiebeln
-1,5
Zwischensumme aller Unkosten(III.21)
-9,75
Verrechnung Einzahlungen - Unkosten
0
Posten 5 (vso 1)
1/2 Salz für die Grütze
-8
Summe der aktuellen Unkosten zu Lasten des Tempels
-8
B.2. Gesamtsumme des aktuellen, aber noch nicht einbezahlten Netto Geld-Gewinns des Tempels (vso 2)
Forderungen aus A.
92,6
Summe der aktuellen Unkosten zu Lasten des Tempels
-8
Gesamtsumme
84,6
Revillout, Mélanges sur la métrologieRevillout, E.,Mélanges sur la métrologie, l'économie politique et l'histoire de l'ancienne Egypte (Paris, 1895) , 51-54.
Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34..
Brinker et alii, Berichtigungsliste BBrinker, den A. / Muhs, B.P. / Vleeming, S.P. (edd.), A Berichtigungsliste of Demotic Documents (Studia Demotica 7.A, B, C; Leuven / Paris / Dudley, MA 2005-2013)., 770.
Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank..
BM: P. BM EA 10225The British Museum Collection online..
Wortlaut

|Col. I.
|A. Aufstellung der Einnahmen
|A.1. Berechnung des Netto Gewinns des Tempels
|I. Am 1. Achet, Tag 11
|I. 1
𓆳𓊗
𓎇
𓏻
𓈖
𓇺:𓏺1
𓆷𓏰𓏰1𓏰:𓇳
𓇳𓎭
𓏺

|I. 2
𓅯𓄿3
𓇋*𓊪𓍼:𓏤1
𓈖:𓄿
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥𓏪
𓂋1
𓊪1:𓊃1𓇋𓇋𓏲𓊮4
𓏪

|1. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Taachimescha
|I. 3
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓏏:𓄿𓂝:𓆼𓇋𓇋𓏲𓉐𓏤𓀎𓏰:𓀀𓏤𓏰:𓊖3

|I. 4
𓅯𓄿3𓂞𓏲
𓅃𓅆
𓅯𓄿
𓀔𓅆@
□□
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
□□
𓏺
𓐝@

|I. 5
𓅝:𓏏*𓏭𓅆𓁹:𓂋*𓏭𓂋:𓐍@𓋴𓏏@
□□□□□
𓈖𓇑𓇑
𓏺
𓐝@

|I. 6
𓊪:𓏭𓅡◳𓏤𓇋𓇋𓏲𓀀3
□□□□□□
𓈖𓇑𓇑
𓏺
𓐝@

|I. 7
𓅝:𓏏*𓏭𓅆𓁹:𓂋*𓏭𓂋:𓐍@𓋴𓏏@𓀀3
□□□□□ ⸢
𓈖𓇑𓇑
𓏻

|I. 8
𓂋1
𓏿
𓐝@
𓅯𓄿3
𓃀*𓏲𓅡:𓎡@2
𓊪1:𓊃𓇋𓇋𓏲𓊮4
𓏏:𓈖
𓄲:𓈖𓊌3
𓏾
𓂋1
𓅯𓄿
𓎅3

|I. 9
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓎈
𓏻
𓐪𓏏:𓊌
𓏾
□□□□□
𓏴:𓏛
𓅯𓄿3
𓈖1:𓉔𓏲𓏭:𓏛

|I. 10
𓆷1𓆷1𓍯𓏌
𓈗𓏤1'𓈘:𓈇
𓎆
𓐂
□ ⸢
𓂋1
⸣ □
𓄲:𓈖𓊌3
𓐀2
𓐪𓏏:𓊌
𓏿

|I. 11
𓈎:𓌳𓆰𓏪3
𓐍𓃭𓆷𓆰𓏪3
𓎆
𓐂
□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓐀2
𓐪𓏏:𓊌
𓏺

|I. 12
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓎆
𓏽1
𓐪𓏏:𓊌
𓐀
□□
𓁹:𓂋*𓏭
𓅯𓄿𓇋𓇋𓆑
𓄑:𓏛1𓍯𓄿1𓏭:𓏛
𓄲:𓈖𓊌3
𓎆
𓐀
𓐪𓏏:𓊌
𓐁

|I. 13
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥
𓂋1
𓏎:𓈖
𓏪
𓄲:𓈖𓊌3
𓏿
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓎇
𓏼1
𓐪𓏏:𓊌
𓐁

|2. Posten, gesonderte Naturalien Abgaben aus Taachimescha
|I. 14
𓅯𓄿3𓂞𓏲
𓅃𓅆
𓅯𓄿
𓀔𓅆@
𓈖
𓍱1:°
𓏺
?□□□□ ⸢?...?⸣?
|3. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Kerkeuris, Bezirk des Hirten
|I. 15
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓉐𓏤
𓎼:𓂋𓎼:°𓀁
𓅃𓅆
𓅯𓄿3
𓂝:𓂝𓏤𓉐𓏤
𓅯𓄿3
𓌙𓅓𓂻:°

|I. 16
𓅃𓅆
𓅯𓄿
𓀔:°
𓎯𓅆°
𓇋𓀁𓏤𓅓:𓂝𓏛
𓈖:𓄿𓇋𓇋𓆑4
𓇋𓂋:𓏭𓀹⸣[𓏤𓏪
?]
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
𓏺
𓐝@

|I. 17
𓅯𓄿3𓂞𓏲
𓐍:𓈖𓇓2𓏲1𓅆
𓅯𓄿3
𓈙:𓅓𓀁°
𓅡◳𓏤:𓏏*𓏰𓅆@𓉻:𓂝*𓏛𓋹𓈖:𓐍:°
𓈖
𓅯𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪

|I. 18
𓍘𓈖:𓏏?𓍯𓏏:°?𓃭𓏤𓄿1𓉐𓏤𓅯𓄿𓏲𓏛:𓏥𓅃𓅆𓏤𓏰:𓊖3
□□□
𓈖𓇑𓇑
□□□
𓏼1

|I. 19
𓅃𓅆𓐩𓅆°𓀀3
𓅯𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪
𓅯𓄿𓇋𓇋𓆑
𓀹:°
□ [...] □
𓈖𓇑𓇑
□□□
𓏺
𓐝@

|I. 20
𓂋1
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
□□
𓏿
[𓂋1] ⸢
𓄲:𓈖𓊌3
𓎈
𓏴:𓏛

|I. 21
𓅯𓄿3
𓈖1:𓉔𓏲𓏭:𓏛
𓆷1𓆷1𓍯𓏌
𓈗𓏤1'𓈘:𓈇
𓎆
𓏿
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏿
𓐪𓏏:𓊌
𓏽1

|I. 22
𓐍𓃭𓆷𓆰𓏪3
𓈎:𓌳𓆰𓏪3
𓎆
𓏿
𓂋1
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏿

|I. 23 □□□□
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓎆
𓏻4
𓐪𓏏:𓊌
𓏽1
𓅓2𓐠𓏤𓏰:𓏛1
𓏪
𓄲:𓈖𓊌3
𓎆
𓐀
𓐪𓏏:𓊌
𓏿

|Col. II.
|II. 1
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥
□□□
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓉐𓏤
𓎼:𓂋𓎼:°𓀁
𓅃𓅆
𓏤𓏰:𓊖3
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1
𓐪𓏏:𓊌
𓏾

|II. 2
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓍘𓈖:𓏏?𓍯𓏏:°?𓃭𓏤𓄿1𓈖𓈖:𓄿𓏲𓏛:𓏥𓅃𓅆𓏤𓏰:𓊖3
□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏼1
𓐪𓏏:𓊌
𓏾

|II. 3
𓁹:𓂋*𓏭
𓅯𓄿𓇋𓇋𓆑
𓄑:𓏛1𓍯𓄿1𓏭:𓏛
𓈖:𓏏*𓏭1
𓅱𓏏𓃀𓏲1𓀁
□□□□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓎇
𓏾
𓐪𓏏:𓊌
𓏿

|II. Im Verlauf des 2. Achet, Sammelabrechnung
|4. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus der Bäckerei des Haryothes
|II. 4
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓅯𓄿3
𓍁:𓂝2𓏤𓉐𓏤
𓅃𓅆
𓍓4𓄿4
𓏤𓏰:𓊖3
𓁹:𓂋*𓏭
𓇍1:°𓇋1𓂻
𓇺:𓏻
𓆷𓏰𓏰𓏰:𓇳

|II. 5
𓍘𓈖:𓏏𓇍1:°𓇋1°𓅓2𓊵:𓏏1𓅆
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
𓏻

|II. 6
𓈖:𓄿
𓅓𓍑𓈎𓈖:𓏌*𓏲𓁸𓏪
𓂋:𓍿𓀀𓏪
𓅯𓄿𓇋𓇋𓆑
𓀹1:°
𓈖𓇑𓇑
𓏺
𓐝@

|II. 7
𓂋1
𓎅3
𓏼1
𓐝@
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓎆
𓐀
𓐪𓏏:𓊌
𓏾
𓏴:𓏛
𓅯𓄿3
𓈖1:𓉔𓏲𓏭:𓏛

|II. 8
𓆷1𓆷1𓍯
𓈗𓏤1'𓈘:𓈇
𓎆
𓏻
□□□□□□□□
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1
𓐪𓏏:𓊌
𓐁

|II. 9
𓐍𓃭𓆷𓆰𓏪3
𓈎:𓌳𓆰𓏪3
𓐁
□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏼1
𓄲:𓈖𓊌3
𓐀
𓐪𓏏:𓊌
𓐁

|II. 10
𓅓2𓐠𓏤𓏰:𓏛1
𓏪
𓄲:𓈖𓊌3
𓐂1
𓐪𓏏:𓊌
𓐀

|5. Posten, gesonderte Naturalien Abgaben
|II. 11
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥
𓊵:𓏏@𓏤2𓅃𓅆
𓍘𓈖:𓏏
𓊵:𓏏@𓏤2𓅃𓅆
□□□
𓇋1𓂋:𓊪𓏊
𓐝@

|II. 12
𓍘𓈖:𓏏𓇍1:°𓇋1°𓅓2𓊵:𓏏1𓅆
𓏏:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏏
𓅯𓄿
𓍁:𓂝2𓏤𓉐𓏤
𓅃𓅆
𓍓4𓄿4
𓏤𓏰:𓊖3
𓋴:𓅨:𓂋*𓏰𓏌
𓐝@

|II. 13
𓁹:𓏏*𓏤𓅃𓅆𓇋𓀁𓂋:𓏥𓏲
𓅯𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪
?...?
𓋀𓏤𓏰:𓊖3
□□ [...]⸢?...?
𓇋1𓂋:𓊪𓏊
𓐝@

|II. 14
𓇋𓀁𓂧:𓏏*𓏤𓏤1𓄹:𓏭1
𓈖𓇑𓇑
𓅓2𓂺:𓏤
𓅯𓄿3
𓇋1𓂋:𓊪𓉻:𓂝*𓏛𓇋𓇋𓏲𓅆
𓁹:𓏏*𓏤𓅃𓅆𓇋𓀁𓂋:𓏥𓏲𓅆
𓍱1:𓏥
𓈖
𓏺

|II. 15
𓅃𓅆
𓅯𓄿3
𓐍:𓏭𓅓𓅪
𓅯𓄿3
𓃂𓏤1𓈘:𓈇𓅆
𓂋:𓍿𓀀𓏪
𓅯𓄿𓇋𓇋𓆑
𓀹1:°
□□□□
𓋴:𓅨:𓂋*𓏰𓏌
□□
𓐝@

|6. Posten, Übertrag Schulden aus früherer Berechnung der Bäckerei des Haryothes
|II. 16
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓅯𓄿3
𓍁:𓂝2𓏤𓉐𓏤
𓅃𓅆
𓍓4𓄿4
𓏤𓏰:𓊖3
𓌡:𓂝*𓏤
𓊃2:𓊪1°
𓄲:𓈖𓊌3
𓏼1

|II. 17
𓎡:𓇋1𓇋𓀀
𓊃2:𓊪1𓀁°
□□□□□□□□□□□□□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏻

|II. 18
𓎡:𓇋1𓇋𓀀
𓊃2:𓊪1°
□□□□□□□□□□□□□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓐁

|II. 19
𓇳
𓎭𓐈1
□□
𓎡:𓇋1𓇋𓀀
𓊃2:𓊪1
𓇋𓀁𓂧:𓏏*𓏤𓍘1
𓈖𓇑𓇑
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1

|II. 20
𓇳𓎮𓐅
□□□
𓈖𓇑𓇑
𓎡:𓇋1𓇋𓀀
𓊃2:𓊪1°
□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏿

|Col. III.
|7. Posten, Übertrag Schulden aus früherer Berechnung und gesonderte Naturalien Abgaben
|III. 1
𓅯𓄿3
𓌡:𓂝*𓏤
𓊗:𓏻1
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓈖
𓏏':𓆑𓏏':𓆑𓏴:𓂡1
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏿
𓐪𓏏:𓊌
𓏾

|III. 2
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓅯𓄿3
𓍁:𓂝2𓏤𓉐𓏤
𓅃𓅆
𓍓4𓄿4
𓏰:𓊖2
□□□□
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
𓂌
𓂋:𓏿@

|III. 3
𓇺:𓏻
𓆷𓏰𓏰𓏰:𓇳
𓇳
𓎭
𓈖:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏪
𓅓𓃭𓏤𓅓𓏤𓏰:𓊖3
□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1

|III. 4
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓍯𓍯𓂻1:°
𓂋:𓍿𓀀𓏪
𓉗1𓉐𓏤𓇾:𓏤@𓁷𓏤𓄣𓏤𓅃𓅆?𓍓4𓄿4?𓊖
𓃭𓏤𓈎𓀁1
𓏏:𓎼𓅓2𓆮
𓏺

|III. 5
𓅯𓄿3
𓂋:𓍿𓀀𓏪
?...?
𓅓𓌙𓏪°
□□□□□
𓈖𓇑𓇑
𓃭𓏤𓈎𓀁1
𓏺

|III. 6
𓏏:𓄿
𓂋:𓍿𓀀𓏪𓏏
𓏏:𓄿
𓈖2:𓌳𓇋𓇋𓏲𓉐𓏤
𓈖
𓏏:𓄿
𓃹:𓈖3𓈖2:𓈙𓄛1
𓏤𓏰:𓊖3
𓈖𓇑𓇑
𓐝@

|A.2. Gesamtsumme aller unter A. berechneten Posten
|III. 7
𓈖:𓄿
𓌉𓋞:𓈒*𓏥1𓏪
𓈖:𓏏*𓏭1
𓅱𓏏𓃀𓏲1𓀁°
𓅓1𓐠𓏤𓏰:𓏛1
𓅯𓄿
𓈖1:𓉔𓏲𓏭:𓏛
𓂋1
𓁹:𓂋*𓏭
𓏪1

|III. 8
𓄲:𓈖𓊌3
𓎎
𓏻
𓐪𓏏:𓊌
𓏿
𓇋1𓂋:𓊪𓏊
𓏺
𓋴:𓅨:𓂋*𓏰𓏌
𓏺

|III. 9
𓏏:𓎼:°𓅓°𓆮
𓃭𓏤𓈎𓀁
𓏻
𓐝@
𓍱1:𓏥
𓈖
𓏻

|III. 10
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
𓂌
𓂋:𓏿@
□□□□□
𓏭:𓏛@
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥

|III. 11
𓈖:𓏏*𓏭1
𓏞𓍼:𓏤@𓍼:𓏥
𓈖
𓎅3
𓈖:𓏌*𓏲𓇋𓇋𓏲𓏏𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥
𓎆
𓏿

|B.1. Berechnung des aktuellen, noch offenen Netto Geld Gewinns des Tempels
|B.1. Auflistung der Einzahlung, gegengerechenet mit Unkosten zu Lasten des Tempels
|III. 12
𓅯𓄿𓏲𓏛:𓏥
𓃀*𓏲𓅡:𓎡@2
𓊪1:𓊃𓇋𓇋𓏲𓊮4
𓈖:𓏏*𓏭1
𓅱𓏏𓃀𓏲1𓀁
𓎅3
𓏻

|III. 13
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥
𓂌
𓂋:𓏿@
𓂋1
𓎅3
𓏻
𓂌
𓂋:𓏿@

|III. 14
𓂋1𓉔𓈖:𓏌*𓏲1𓏭:𓏛
𓇺:𓏻
𓆷𓏰𓏰𓏰:𓇳
𓇳𓎮𓐅
|III. 15
𓁸
𓏞𓍼:𓏤@
𓇺:𓏻
𓆷𓏰𓏰𓏰:𓇳
𓇳𓎮
𓅯𓄿3
𓏎:𓈖𓈒:𓏥:°
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1
𓐪𓏏:𓊌
𓏻4
𓐝@

|III. 16
𓇳𓎮𓐈1
□□□□□□□□□□□□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏻

|III. 17
𓁸
𓏞𓍼:𓏤@
𓈖
𓇺:𓏺1
𓆷𓏰𓏰1𓏰:𓇳
𓇳𓎭𓐉
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏼1
𓐪𓏏:𓊌
𓏾

|III. 18
𓄲:𓈖𓊌3
𓐂
𓐪𓏏:𓊌
𓐀
𓐝@
𓏴:𓏛
𓆷1𓆷1𓍯𓏌
𓈗𓏤1'𓈘:𓈇
𓎆
𓄲:𓈖𓊌3
𓏽1

|III. 19
𓎡:𓊪1𓍑𓄿4𓇋𓇋𓏲𓆱:𓏏*𓏤
𓈖
𓇋𓂓𓏤1𓇋𓇋𓏲𓌽:𓏥
𓏺:𓏏
□□
𓂋1
□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏼1

|III. 20
𓐍:𓏭𓍑𓄿4𓈖:𓏌*𓏲𓆰𓏪
□□□□□□□□□□□□□□□
𓄲:𓈖𓊌3
𓏺
𓐪𓏏:𓊌
𓏻4
𓐝@

|III. 21
𓋴𓅓1𓆰𓏪
𓄑:𓏛1𓏏𓏏𓆰𓏪
𓄲:𓈖𓊌3
𓏺
𓐪𓏏:𓊌
𓏾
𓂋1
𓄲:𓈖𓊌3
𓐂
𓐪𓏏:𓊌
𓐀
𓐝@
𓂋1𓅓𓎔
𓆑

|vso 1
𓎛𓌳1:**𓂂𓂂**𓈒:𓏥:°
𓐝@
𓅱𓃀*𓏲1𓀁°
𓈖:𓄿
𓄿:°𓍯𓆷𓂝:𓈎𓏲𓏒:𓏥𓏪
𓄲:𓈖𓊌3
𓐁

|B.2. Gesamtsumme des aktuellen, aber noch nicht einbezahlten Netto Geld Gewinns des Tempels
|vso 2
𓏭:𓂢
𓄲:𓈖𓊌3
𓎍
𓏽1
𓐪𓏏:𓊌
𓏿
Col. I.
A. Aufstellung der Einnahmen
A.1. Berechnung des Netto-Ertrags des Tempels
I. Am 1. Achet, Tag 11
(I.1) ḥsb.t 22 n ꜣbd-1 ꜣḫ.t sw 11
(I.2) pꜣ ỉp nꜣ nyt.w r:psy⸗w
1. Posten: Gewinn aus verbackenem Mehl aus Ta-achi-mescha
(I.3) nꜣ rmṯ.w Tꜣ-ꜥẖy(.t)-mšꜥ
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(I.4) Pꜣ-ḏi̯-Ḥr-pꜣ-ẖrd □□ ny⸢t⸣ □□ (rdb) 1 1/2
(I.5) Ḏḥw.tỉ-ỉri̯-rḫ⸗s □□□□□ mỉ-nn □ (rdb) 1 1/2
(I.6) Pa-by □□□□□□ ⸢mỉ-nn⸣ □□ (rdb) 1 1/2
(I.7) Ḏḥw.tỉ-ỉri̯.rḫ⸗s □□□□□ ⸢mỉ-nn⸣ □ (rdb) 2
(I.8) r (nyt rdb) 6 1/2 □ pꜣ bꜣk ⸢psy tn⸣ dbn 5 r pꜣ rdb
(I.9) r dbn 32 ḳd.t 5
- Unkosten zu Lasten des Tempels
□□□□□ wp-st ⸢pꜣ h(e)⸣
(I.10) ššw mw 19 □ ⸢r⸣ □ dbn ⸢7⸣ ḳd.t 6
(I.11) ḳmꜣ ḫrš 19 □□□ (r) dbn 7 ḳd.t 1
(I.12) r dbn 14 ḳd.t 7
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
□□ ỉri̯ pꜣy⸗f ḥwꜣ dbn 17 ḳd.t 8
- Übertrag von Schulden der Bäcker aus früherer Berechnung
(I.13) pꜣ ỉni̯ r:ỉni̯⸗w dbn 6
- Summe Netto-Gewinn des Tempels 1. Posten
r dbn 23 ḳd.t 8
2. Posten, gesonderte Naturalien-Abgabe aus Ta-achi-mescha
(I.14) (pꜣ ỉni̯) Pꜣ-ḏi̯-Ḥr-pꜣ-ẖrd n ḥbs 1 ?□□□□ ⸢?...?⸣
3. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Kerkeuris, Bezirk der Hirten
(I.15) nꜣ rmṯ.w Pr-grg-Ḥr pꜣ ꜥwỉ pꜣ ꜥꜣm
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(I.16) Ḥr (sꜣ) Pꜣ-šrỉ-Bꜣst.t ỉrm nꜣy⸗f ỉrỉ[.w] nyt (rdb) 1 1/2
(I.17) Pꜣ-ḏi̯-Ḫnsw pꜣ šm B(y)-⸢ꜥnḫ⸣ n pꜣ rmṯ
(I.18) Ta-?wt?lꜣ-na-Ḥr □□□ mỉ-nn □□□ (rdb) 3
(I.19) Ḥr-nḏ(-ỉṱ⸗f) pꜣ rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ □ [...] □ mỉ-nn □□□ (rdb) 1 1/2
(I.20) r nyt □□ (rdb) 6 [r] ⸢dbn⸣ 30
- Unkosten zu Lasten des Tempels
wp-st
(I.21) pꜣ h(e) ššw ⸢mw⸣ 16 □□ (r) dbn 6 ḳd.t 4;
(I.22) ḫrš ḳmꜣ 16 r □□ dbn 6
(I.23) □□□□ r dbn 12 ḳd.t 4
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
□ m-sꜣ⸗w dbn 17 ḳd.t 6
Col. II.
- Übertrag von Schulden der Bäcker aus früherer Berechnung
(II.1) pꜣ ỉni̯ (r:ỉni̯⸗w) □□□ nꜣ rmṯ.w Pr-grg-Ḥr □ dbn 4 ḳd.t 5
(II.2) Ta-?wt?lꜣ-n-na-Ḥr □□□□ dbn 3 ḳd.t 5
- Summe Netto-Gewinn des Tempels 3. Posten
(II.3) ỉri̯ pꜣy⸗f ḥwꜣ ntỉ wtb □□□□□□□ dbn 25 ḳd.t 6
II. Im Verlauf des 2. Achet - Sammelabrechnung
4. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Der-Bäckerei-des-Haryothes
(II.4) nꜣ ⸢rmṯ.w⸣ Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ (ỉ:)ỉri̯ ỉy (n) ỉbd-2 ꜣḫ.t
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(II.5) Ta-ỉyi̯-m-ḥtp □ nyt □ (rdb) 2
(II.6) nꜣ mḏḳn.w rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ □ mỉ-nn 1 1/2
(II.7) r rtb 3 1/2 r dbn 17 ḳd.t 5
- Unkosten zu Lasten des Tempels
wp-st pꜣ h(e)
(II.8) ššw mw 12 □□□□□□□□ r dbn 4 ḳd.t 8
(II.9) ḫrš ḳmꜣ 8 □□□ (r) dbn 3 (r) dbn 7 qd.t 8
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
= Summe Netto-Gewinn des Tempels 4. Posten

(II.10) m-sꜣ⸗w dbn 9 ḳd.t 7
5. Posten, gesonderte Naturalien-Abgaben
(II.11) pꜣ ỉni̯ Ḥtp-Ḥr ta Ḥtp-Ḥr □□□ ỉrp □ 1/2
(II.12) Ta-⸢ỉyi̯⸣-m-ḥtp tꜣ rmṯ.t Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ □ swr □ 1/2
(II.13) Ỉr.t-Ḥr-r.r⸗w pꜣ rmṯ ?...?-ỉmnt □□□ [...]⸢?...?⸣ ỉrp □ 1/2
(II.14) n-ḏr.t mỉ-nn m-bꜣḥ pꜣ ỉrpꜥy Ỉr.t-Ḥr-r.r⸗w ḥbs.w n 1
(II.15) Ḥr pꜣ h̭m pꜣ wꜥb rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ □□□□ swr □□ 1/2
6. Posten, Schulden aus früherer Berechnung Der-Bäckerei-des-Haryothes
(II.16) nꜣ rmṯ.w ⸢Pꜣ⸣-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ □ wꜥ sp □□□□□□□□□□□□□□□□ dbn 3
(II.17) kỉỉ sp □□□□□□□□□□□□□□□□ dbn 2
(II.18) kỉỉ sp □□□□□□□□□□□□□□□□ dbn 8
(II.19) sw 15 □□ kỉỉ sp (n-)ḏr.t mỉ-nn □□ dbn 4
(II.20) sw 22 □□□ mỉ-nn kỉỉ sp □□□ dbn 6
Col. III.
7. Posten, Schulden aus früherer Berechnung und gesonderte Naturalien-Abgaben
(III.1) pꜣ wꜥ sp-2 nꜣ rmṯ.w n tftf □□ dbn 6 ḳd.t 5
(III.2) nꜣ rmṯ.w Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ □□□□ nyt (rdb) 2/3 1/6
(III. 3) ibd-2 ꜣḫ.t sw 10 nꜣ rmṯ Mlm □□□□ dbn 4
(III.4) pꜣ ỉni̯-ww rmṯ Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb-Ḥr-?wḏꜣ? lḳ tgm 1
(III.5) pꜣ rmṯ ?...?-M(ꜥ).w □□□□□ mỉ-nn lḳ 1
(III.6) tꜣ rmṯ.t Tꜣ-mꜣy(.t)-n-tꜣ-wnš(.t) mỉ-nn 1/2
A.2. Gesamtsumme aller unter A. berechneten Posten
(III.7) nꜣ ḥḏ.w ntỉ wtb m-sꜣ pꜣ h(e) r:ỉri̯⸗w
- Summe aller Netto-Geld-Gewinne inklusive Übertrag Schulden
(III.8) dbn 92 ḳd.t 6
- Summe aller gesonderten Naturalien-Abgaben
ỉrp 1 swr 1
(III.9) tgm lḳ 2 1/2 ḥbs n 2
(III.10) nyt 2/3 1/6
- Gesamtmenge verbackenes Mehl
□□□□□ dmḏ pꜣ ỉn
(III.11) ntỉ sẖꜣ n rdb nyt 16
B.1 Berechnung des aktuellen, noch offenen Netto Geld-Gewinns des Temples
B.1 Auflistung der Einzahlungen, gegengerechnet mit Unkosten zu Lasten des Tempels
1. Einzahlungen der Bäcker an den Tempel
- gesonderte Naturalien-Einzahlung per 2 Achet, Tag 22
(III.12) pꜣy⸗w bꜣk psy ntỉ wtb □ rdb (nyt) 2
(III.13) pꜣ ỉni̯ □ (rdb nyt) 2/3 1/6 r rdb (nyt) 2 2/3 1/6
(III.14) r-ẖn ꜣbd-2 ꜣḫ.t sw 22
- Einzahlung per ?? mit Tilgung eines Eintrags vom 2. Achet Tag 20
(III.15) wš sẖꜣ (n) ꜣbd-2 ꜣḫt sw 20 (r) pꜣ ỉni̯ □□ dbn 4 ḳd.t 2 1/2
- Einzahlung per (2. Achet,) Tag 25
(III.16) (ỉbd-2 ꜣḫ.t) sw 25 □□□□□□□□□□□□□□□ dbn 2
- Einzahlung per ?? mit Tilgung eines Eintrags vom 1. Achet, Tag 16
(III.17) wš sẖꜣ n ꜣbd-1 ꜣḫt sw 16 (r pꜣ ỉni̯) □□ dbn 3 ḳd.t 5
Summe der Einzahlungen
(III.18) (r) dbn 9 ḳd.t 7 1/2
2. Unkosten zu Lasten des Tempels, die neu und noch nicht in A. erfasst sind
- Unkosten, die mit Einzahlungen gegengerechnet werden können
wp-st (pꜣ he) ššw mw 10 (r) dbn 4
(III.19) kpḏy(.t) n ỉḳy wꜥ.t □□ r □□ dbn 3
(III.20) h̭ḏn □□□□□□□□□□□□□□□ dbn 1 ḳd.t 2 1/2
(III.21) sm ḥt(w)t (r) dbn 1 qd.t 5
- Summe der Unkosten, die gegengerechnet werden können
r dbn 9 qd.t 7 1/2 r-mḥ⸗f
- Unkosten, die noch nicht mit Einnahmen gegengerechnet werden können
(vso 1) ḥmꜣ 1/2 wbꜣ nꜣ ꜣwš.w □ (r) dbn 8
B.2. Gesamtsumme des aktuellen, aber noch nicht einbezahlten Netto-Geld-Gewinns des Tempels
(vso 2) sp (r) dbn 84 dbn 6
Col. I.
A. Aufstellung der Einnahmen
A.1. Berechnung des Netto-Ertrags des Tempels
I. Am 1. Achet, Tag 11
(I.1) Regierungsjahr 22, (Abgabe) vom 1. Monat des Achet, Tag 11.
(I.2) Die Abrechnung der Mehlmengen, die man verbacken hat.
1. Posten: Gewinn aus verbackenem Mehl aus Ta-achi-mescha
(I.3) Die Leute von Ta-achi(.t)-mescha:
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(I.4) Peteharpokrates, □□ Meh⸢l⸣ □□ 1 1/2 (Artaben);
(I.5) Thotorchois, □□□□□ ebenso (Mehl), □ 1 1/2 (Artaben);
(I.6) Pabis, □□□□□□ ⸢ebenso (Mehl)⸣, □□ 1/1/2 (Artaben);
(I.7) Thotorchois, □□□□□ ⸢ebenso (Mehl)⸣ □ 2 (Artaben);
(I.8) macht (zusammen) 6 1/2 (Artaben Mehl). □ Die Abgabe (für das) ⸢Backen im Verhältnis von⸣ 5 Deben auf die Artabe (Mehl),
(I.9) macht (insgesamt) 32 Deben, 5 Kite.
- Unkosten zu Lasten des Tempels
□□□□□ Spezifizierung ⸢der Unkonsten⸣:
(I.10) 19 Wasserkrüge, □ ⸢macht⸣ □ ⸢7⸣ Deben, 6 Kite;
(I.11) Schilf, Bündel 19 □□□ (macht) 7 Deben, 1 Kite;
(I.12) macht (insgesamt) 14 Deben, 7 Kite.
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
□□ Sein Gewinn beträgt: 17 Deben, 8 Kite.
- Übertrag von Schulden der Bäcker aus früherer Berechnung
(I.13) Die Abgabe, die geliehen wurde: 6 Deben;
- Summe Netto-Gewinn des Tempels 1. Posten
macht (insgesamt) 23 Deben, 8 Kite.
2. Posten, gesonderte Naturalien-Abgabe aus Ta-achi-mescha
(I.14) (Die Abgabe des) Peteharpokrates von 1 Kleidung ?□□□□ ⸢?...?⸣.
3. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Kerkeuris, Bezirk der Hirten
(I.15) Die Leute von Kerkeuris, Dem-Bezirk-der-Hirten:
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(I.16) Horos, (Sohn des) Psenobastis, und seine Gefährte[n], Mehl, 1 1/2 (Artaben);
(I.17) Petechonsis, der Schwiegervater? des Bi⸢enchis⸣, des Mannes
(I.18) aus Ta-?wt?la-na-Hor □□□ ebenso (Mehl) □□□ 3 (Artaben);
(I.19) Harend(otes), der Mann (und) sein Gefährte, □ [...] □ ebenso (Mehl) □□□ 1 1/2 (Artaben);
(I.20) macht (zusammen) Mehl □□ 6 (Artaben), [macht (insgesamt)] 30 ⸢Deben⸣.
- Unkosten zu Lasten des Tempels
Spezifizierung
(I.21) der Unkosten: 16 Wasserkrüge, (macht) 6 Deben, 4 Kite;
(I.22) 16 Schilfbündel macht □□ 6 Deben;
(I.23) □□□□ macht (insgesamt) 12 Deben, 4 Kite.
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
□ Es bleiben: 17 Deben, 6 Kite.
Col. II.
- Übertrag von Schulden der Bäcker aus früherer Berechnung
(II.1) Die Abgabe (die geliehen wurde): □□□ Die Leute von Kerkeuris, □ 4 Deben, 5 Kite;
(II.2) die Leute von Ta-?wt?la-n-na-Hor, □□□□ 3 Deben, 5 Kite.
- Summe Netto-Gewinn des Tempels 3. Posten
(II.3) Sein Gewinn, der verschoben ist, beträgt: □□□□□□□ 25 Deben, 6 Kite.
II. Im Verlauf des 2. Achet - Sammelabrechnung
4. Posten, Gewinn aus verbackenem Mehl aus Der-Bäckerei-des-Haryothes
(II.4) Die ⸢Leute⸣ von Der-Bäckerei-des-Haryothes, die (im) 2. Monat des Achet gekommen sind:
- Mehl-Kosten zu Lasten der Bäcker
(II.5) Taimouthes □ Mehl □ 2 (Artaben);
(II.6) Die Weber, (der) Mann (und) sein Gefährte □ ebenso (Mehl) □ 1 1/2 (Artaben);
(II.7) macht (zusammen) 3 1/2 Artaben (Mehl), macht (insgesamt) 17 Deben, 5 Kite.
- Unkosten zu Lasten des Tempels
Spezifizierung der Unkosten:
(II.8) 12 Wasserkrüge, □□□□□□□□ macht 4 Deben, 8 Kite;
(II.9) 8 Schilfbündel, □□□ (macht) 3 Deben; (macht insgesamt) 7 Deben, 8 Kite.
- Netto-Gewinn aus verbackenem Mehl
= Summe Netto-Gewinn des Tempels 4. Posten

(II.10) Es bleiben: 9 Deben, 7 Kite.
5. Posten, gesonderte Naturalien-Abgaben
(II.11) Die Abgabe der Hetpehyris, Tochter des Hetpehyris: □□□ Wein □ 1/2.
(II.12) Ta⸢i⸣mouthes, die Frau aus Der-Bäckerei-des-Haryothes: □ Getränk (Bier?) □ 1/2.
(II.13) Inaros, der Mann aus ?...?-des-Westens □□□ [...]⸢?...?⸣ Wein □ 1/2.
(II.14) Aus der Hand desselben vor den Fürsten Inaros: Kleidung zu 1.
(II.15) Harpchemis, der Wab-Priester, (der) Mann und sein Gefährte, □□□□ Getränk (Bier?) □□□ 1/2.
6. Posten, Schulden aus früherer Berechnung Der-Bäckerei-des-Haryothes
(II.16) Die Leute von ⸢Der⸣-Bäckerei-des-Haryothes, □ einmal □□□□□□□□□□□□□□□□ 3 Deben.
(II.17) Ein weiteres Mal, □□□□□□□□□□□□□□□□ 2 Deben.
(II.18) Ein weiteres Mal, □□□□□□□□□□□□□□□□ 8 Deben.
(II.19) Tag 15: □□ Ein weiteres Mal aus der Hand derselben, □□ 4 Deben.
(II.20) Tag 22: □□□ ebenso dieselben, □□□ Deben 6.
Col. III.
7. Posten, Schulden aus früheren Berechnung und gesonderte Naturalien-Abgaben
(III.1) Jeder Einzelne der Teftef-Männer □□ (insgesamt) 6 Deben, 5 Kite.
(III.2) Die Leute von Der-Bäckerei-des-Haryothes □□□□ Mehl, 2/3 1/6 (Artaben).
(III.3) 2. Monat des Achet, Tag 10: Die Leute aus Melem □□□□ 4 Deben.
(III.4) Der Isinomos, (der) Mann aus Athribis-Har?yothes? 1 Lok Rizinusöl.
(III.5) Der Mann von ?...?-der-Ma(xyer) □□□□□ ebenso (Rizinusöl), 1 Lok.
(III.6) Die Frau aus Der-Insel-der-Wölfin, ebenso (Lok Rizinusöl) 1/2.
A.2. Gesamtsumme aller unter A. berechneten Posten
(III.7) Die Gelder, die verschoben sind, nach (dem Abzug) der Unkosten, die gemacht wurden:
- Summe aller Netto-Geld-Gewinne inklusive Übertrag Schulden
(III.8) 92 Deben, 6 Kite.
- Summe aller gesonderten Naturalien-Abgaben
1 Wein; 1 Getränk (Bier?);
(III.9) 2 1/2 Lok Rizinusöl, Kleidung von 2 (Stück),
(III.10) 2/3 1/6 (Artaben) Mehl.
- Gesamtmenge verbackenes Mehl
□□□□□ Summe der Abgaben,
(III.11) die in Artaben registriert ist: 16 (Artaben verbackenes) Mehl.
B.1 Berechnung des aktuellen, noch offenen Netto Geld-Gewinns des Tempels
B.1 Auflistung der Einzahlungen, gegengerechnet mit Unkosten zu Lasten des Tempels
1. Einzahlungen der Bäcker an den Tempel
- gesonderte Naturalien-Einzahlung per 2 Achet, Tag 22
(III.12) Ihre (gezahlte) Abgabe (für das) Backen, die verschoben ist: □ 2 Artaben (Mehl)
(III.13) (plus) die Abgabe (von) □ 2/3 1/6 (Artaben Mehl), macht (zusammen) 2 2/3 1/6 Artaben (Mehl)
(III.14) bis zum 2. Achet, Tag 22
- Einzahlung per ?? mit Tilgung eines Eintrags vom 2. Achet Tag 20
(III.15) (Einzahlung von XX Deben, daraus resultiert die Tilgung eines dann) wegfallenden Listeneintrags, der (am) 2. Achet, Tag 20 verzeichnet (ist), (macht nach Abzug der genannten Tilgung zusammen) die Abgabe: □□ 4 Deben, 2 1/2 Kite; - Einzahlung per (2 Achet,) Tag 25
(III.16) (2. Achet) Tag 25: □□□□□□□□□□□□□□□ 2 Deben;
- Einzahlung per ?? mit Tilgung eines Eintrags vom 1. Achet, Tag 16
(III.17) (Einzahlung von XX Deben, daraus resultiert die Tilgung eines dann) leeren Listeneintrags, der am 1. Achet, Tag 16 verzeichnet (ist), (macht nach Abzug der Tilgung zusammen die Abgabe): □□ 3 Deben, 5 Kite;
Summe der Einzahlungen
(III.18) (macht insgesamt) 9 Deben 7 1/2 Kite.
2. Unkosten zu Lasten des Tempels, die neu und noch nicht in A. erfasst sind
- Unkosten, die mit Einzahlungen gegengerechnet werden können
Spezifikation (der Unkosten): 10 Wasserkrüge (macht) 4 Deben;
(III.19) 1 Kapithe Sesam □□ macht □□ 3 Deben;
(III.20) Knoblauch □□□□□□□□□□□□□□□ 1 Deben, 2 1/2 Kite;
(III.21) Kraut (und) Zwiebeln (macht) 1 Deben, 5 Kite,
- Summe der Unkosten, die gegengerechnet werden können
macht insgesamt Deben 9, Kite 7 1/2, um sie (als Gegenrechnung) auszugleichen.
- Unkosten, die noch nicht mit Einnahmen gegengerechnet werden können
(vso 1) 1/2 (Einheit) Salz für die Grützen □ (macht insgesamt) 8 Deben.
B.2. Gesamtsumme des aktuellen, aber noch nicht einbezahlten Netto-Geld-Gewinns des Tempels
(vso 2) Der Rest (macht) 80 Deben, 6 Kite.
Zur Datierung: Eine Datierung in die Regierungszeit von Ptolemaios III., Ptolemaios V., Ptolemaios VI., Ptolemaios X. oder Kleopatra VII. ist möglich. Aus paläographischen Gründen können nur Ptolemaios III. und Kleopatra VII. sicher verworfen werden (s. Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 29 Anm.2). Die Angabe des genauen Tagesdatums der Aufzeichnung, die von Andrews (s.o.) und ihr folgen Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu Zeile I.1, ist zu verwerfen, da sie sich allein auf die erste Datumsangabe 1. Achet Tag 11 (I.1) des Textes bezieht und die Daten, die im folgendem Text noch verzeichnet sind außer Acht lassen. Im Abschnitt A. Berechnung des Netto-Gewinns des Tempels finden sich folgende Datumsangaben: Berechnung vom 1. Achet, Tag 11 (I.1-II.3); Berechnung im Laufe des 2. Achet (ab II.4): (2. Achet) Tag 15 (II.19), (2. Achet) Tag 22 (II.20), 2. Achet Tag 10 (III.3). Im Abschnitt B. werden allein die erfolgten Einzahlungen an den Tempel mit folgenden Daten aufgeführt (ab. III.12): Einzahlung am 2. Achet Tag 22 (III.12-14), Einzahlung vom ?? [mit Tilgung eines Eintrags vom 2. Achet, Tag 20] (III.15), Einzahlung am (2. Achet ) Tag 25 (III.16), Einzahlung vom ?? [mit Tilgung eines Eintrags vom 1. Achet, Tag 16] (III.17). Daher ist der 1. Achet, Tag 11 das gesicherte Datum für den Beginn der Erstellung dieser Gewinnberechnung und der 2. Achet, Tag 25 (letztes gesichertes Datum einer Einzahlung) der terminus post quem für die schriftliche Aufzeichnung dieser gesamten Berechnung (18. Oktober 184 v. Chr. Ptolemaios V., 12. Oktober 160 v. Chr. Ptolemaios VI. oder 25. September 93 v. Chr. Ptolemaios X.).
Zu n: Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 25, sieht hier eine Genitiv-Konstruktion (“Year 22 of the first month of the season akhet, day 11”). Hier würde ich jedoch die Präposition n annehmen. Bei Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., fehlt das n.
Die Lesung der Ortsangabe Tꜣ-ꜥẖy(.t)-mšꜥ (hapax leg.) ist nicht ganz gesichert. Der erste Teil als Tꜣ-ꜥẖy(.t) ist klar mit dem Begriff „Voliere, Gehege, Ibion“ zu identifizieren, der oft am Anfang von Ortsnamen belegt ist (vgl. Vandorpe, Enchoria 18Vandorpe, K., 'Les villages des Ibis dans le toponymie tardive', Enchoria 18 (1991), 115-122.). Für die folgenden Zeichen habe ich auch keinen besseren Vorschlag als die Lesung mšꜥ, die bereits von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 29 (3), vorgeschlagen und auch von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank. übernommen wurde. Da es sich bei dem vorliegenden Text um eine Gewinnberechnung eines Tempels aus Einkünften von verbackenem Mehl aus Ortschaften, Stadtvierteln, Gewerbebtrieben bzw. Bäckereien handelt, die um oder in der Hauptstadt des 10. u.äg. Gaus Athribites angesiedelt werden können, dürfte mit Sicherheit auch Tꜣ-ꜥẖy(.t)-mšꜥ topographisch zum eigentlichen Stadtgebiet von Tell el-Athrib gezählt werden. Es handelt sich bisher um den einzigen Beleg einer Örtlichkeit dieses Namens (vgl. auch Andrews, in: Acta DemoticaAndrews, C., 'Unpublished demotic papyri in the British Museum', in: Acta Demotica. Acts of Fifth International Conference for Demotists. Pisa, 4th-8th September 1993 (Egitto e Vicino Oriente 17; Pisa, 1994), 29-37., 34-35). Die ungewöhnliche Ortsangabe Tꜣ-ꜥẖy(.t)-mšꜥ, „Ibion des Militärs“ oder auch "Ibion des Volkes", könnte eventuell mit der Stadtentwicklung von Tell el-Athrib seit den 4. Jh.v.Chr. zu erklären sein. Zwar ist bis heute die Topographie der Stadt Tell el-Athrib, ihrer Tempel sowie der Nekropole archäologisch nicht genau geklärt, aber das seit der Argeaden Dynastie explosionsartige Wachstum der Stadt zum multinationalem und -kulturellem Zentrum ist auch archäologisch evident. Ein wichtiger Hinweis dieser „urbanen Explosion“ findet sich auch in der biographischen Inschrift des Djed-Hor, „Oberster Türhüter“ und „Oberster Wächter des Falken“ des Tempels der Horus-Chenticheti im Iat-Maat, der auch für die Versorgung der dort lebenden Falken zuständig war. Der Text wurde auf seiner in Tell el-Athrib gefundenen Statue verzeichnet (Kairo JE 46341, 30.Dyn. Philipp Arrhidaios). Dort erwähnt Djed-Hor explizit, dass sich innerhalb der Umfassungsmauer des Iat-Maat Tempels eine große Soldatensiedlung etabliert hatte, er aber diese Soldaten teilweise östlich des Iat-Maat umgesiedelt hätte. Daher dürfte die topographische Angabe Tꜣ-ꜥẖy(.t)-mšꜥ wohl einen Ortsteil von Tell el-Athrib in der Nähe des Iat-Maat bezeichnen (hierzu ausführlich s.o. den einleitenden Kommentar zum vorliegenden Text); zu Soldatensiedlungen in Tempeln: Thiers, BIFAO 95Thiers, Ch., 'Civils et militaires dans les temples. Occupation illicite et expulsion', Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale 95 (1995), 493-516., bes. 501; zum Toponym mit Literaturangaben: Vandorpe, geografische elementenVandorpe, K., Egyptische geografische elementen in Griekse transcriptie (Leiden, 1988)., 45-47; Verreth, ToponymsVerreth, H., Toponyms in Demotic and Abnormal Hieratic texts from the 8th century BC till the 5th century AD (Leiden, 2011)., 54, 90, 604, 703; Verreth, Survey of ToponymsVerreth, H., A survey of toponyms in Egypt in the Graeco-Roman period (Leiden, 2013)., 719; Peust, ToponymePeust, C., Die Toponyme vorarabischen Ursprungs im modernen Ägypten (Göttinger Miszellen Beihefte 8; Göttingen, 2010)., 100-101.
TM_pers: 457645; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 328-329. Peteharpokrates ist wohl dieselbe Person, die in Zeile I.14 mit einer Abgabe in Form eines Kleidungsstückes aufgelistet wird.
TM_pers: 457646; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 1299-1300.
TM_pers: 457647; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 363.
TM_pers: 457648; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 1299-1300.
Berechnung: 1 1/2 (I.4) + 1 1/2 (I.5) + 1 1/2 (I.6) + 2 (I.7) = 6 1/2 Artaben Mehl.
Zu bꜣk: Wie bereits Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 29 (5), hervorhebt, kann der Terminus bꜣk hier nicht den „Arbeitslohn“ (der Bäcker) bezeichnen, wie Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., annimmt. Die Logik aller Berechnungen des Papyrus macht evident, dass es sich im Teil A. um eine vom Tempel durchgeführte Gewinnberechnung aus verbackenem Mehl handelt, die dem Tempel als übergeordneter Institution seitens der einzelnen Gewerbebetriebe oder zu diesen gehörenden Personen erstattet werden muss. Die Kosten der verbackenen Mehlmenge, finden sich um die beim Backen anfallenden Unkosten, die die Institution trägt, gemindert, bzw. mit diesen verrechnet und ergeben dann den Netto Gewinn aus verbackenem Mehl.
Berechnung: 6,5 Artaben Mehl x 5 Deben = 32,5 Deben.
Zur Spezifikation h(e): Hier werden die Unkosten aufgeführt, die beim Backen anfallen und die von der Institution getragen werden. Diese werden mit den von den Bäckern zu entrichtenden Mehl Zahlungen (I.8) verrechnet. Diese Summe ergibt den Netto-Gewinn der Institution aus verbackenem Mehl (I.12).
Zu dbn ⸢7⸣: auch wenn die Schreibung der Zahl wegen der Klebung etwas zerstört ist, kann hier doch eindeutig 7 Deben gelesen werden. Diese Zahl würde auch zu einer stimmenden Endrechnung von 14 Deben bei der Angabe der Unkosten (I.12) führen (so auch: Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 25). Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., liest hier 6. Die Unkosten für einen Wasserkrug belaufen sich auf 0,4 Deben (idem I.21 / II.8 / III.18).
Die Unkosten für ein Schilfbündel werden auch in I.22 und II.9 aufgeführt (mit ḫrš ḳmꜣ benannt). Folgende Kosten werden dort berechnet: I.22: 16 Schilfbündel kosten 6 Deben (= 60 Kite), die Kosten für 1 Bündel betragen 3,75 Kite (= 3 3/4) Kite; II.9: 8 Schilfbündel kosten 3 Deben (= 30 Kite), die Kosten für 1 Bündel betragen 3,75 Kite (= 3 3/4 Kite). Hier in I.11: 19 Schilfbündel kosten 7 Deben, 1 Kite (= 71 Kite), die Kosten für 1 Bündel betragen 3,736 Kite, aufgerundet 3,74 Kite, d.h. es fehlt ca. 1/10 Kite, um auf den Preis von 3,75 Kite (= 3 3/4 Kite) in I.22 und II.9 zu kommen. Die Berechnung von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 29 Anm.13, und ihm folgend Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu I.11, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Beide geben den Preis für ein Schilfbündel mit 3/8 Kite an und nehmen daher eine Fehlberechnung des Schreibers an.
Berechnung der beim Backen angefallenen Unkosten: Wasser 7,6 Deben (I.10) + Schilfbündel 7,1 Deben (I.11) = 14,7 Deben.
Der Gewinn errechnet sich aus Summe der zu entrichtenden Abgaben für verbackenes Mehl von 32,5 Deben (I.9) minus der Summe der Unkosten von 14,7 Deben (I.12), die beim Backen angefallen sind und die nicht zu Lasten der Bäcker gehen, = 17,8 Deben.
Zu pꜣ ỉni̯ r:ỉni̯⸗w dbn 6 r dbn 23 ḳd.t 8: Sowohl Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 27, 30 Anm.14, als auch Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu I.13, geben an, diesen Teil der Abrechnung nicht verstanden zu haben. Da sie pꜣ ỉni̯ r:ỉni̯⸗w dbn 6 mit der Bedeutung „Die Abgabe/Beitrag, die/den sie gebracht haben sind 6 Deben“ übersetzt haben, müsste die hier ausgewiesene Summe von 6 Deben, die ja somit bereits von den Bäckern als Vorauszahlung an den Tempel geleistet worden wäre, von dem in Zeile I.12 berechneten Gewinn des Tempels abgezogen werden. Hier wird sie jedoch mit dem eigentlichen Gewinn aus der Mehlabgabe des 1. Achet, Tag 11 als weitere zu entrichtende Zahlung addiert (insgesamt 23,8 Deben). Dies kann logischerweise nur bedeuten, dass sich die oben genannten Personen der Ortschaft Ta-achi(.t)-mescha vom Tempel im Vorfeld 6 Deben geliehen haben bzw. im Verzug einer Zahlung von 6 Deben aus einer vor dem 1. Achet, Tag 11 berechneten Mehlabgabe sind. Diese „offene Zahlung“ von 6 Deben muss hier buchhalterisch als Sonderposten ausgewiesen werden und hat mit dem eigentlichen, errechneten Gewinn (ỉri̯ pꜣy⸗f ḥwꜣ) aus der verbackenen Mehlmenge (I.12) per 1. Achet, Tag 11, nichts zu tun. Das Lemma ỉni̯ als „leihen“ zu deuten, entspricht nicht nur der inhaltlichen Logik dieser Rechnung, sondern ist auch in anderer Formulierung z.B. im Papyrus Insinger 26.16 und der Lehre des Chascheschonqi 16.10+11 als ỉni̯ ḥḏ r ms.t („sich Geld gegen Zinsen ausleihen“) belegt. Zum Terminus ỉni̯ („alte Schulden“) s.a. Zeile II.1. Berechnung der Kosten: Netto-Kosten 17,8 Deben (I.12) + „alte Schulden“ 6 Deben (I.13) = 23,8 Deben. Dieser Posten wird in Z. III.7-9 bei der Angabe der Summe aller als Zahlung erhobenen Geldbeträge von 92,8 Deben miteinberechnet.
Zur Ergänzung von pꜣ ỉni̯: Siehe die Einleitung der erhobenen Naturalien-Abgabe in II.11. Peteharpokrates ist wohl dieselbe Person, die in Zeile I.4 im Zusammenhang mit Abgaben für Mehl genannt wird. TM_pers: 457645; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 328-329.
Es handelt sich hier um eine Zahlung in Naturalien (s.a. II.11-15 und III.1-6), die in die Berechnung des an den Tempel zu zahlenden Geldgewinns aus verbackenem Mehl nicht mit einfließt, sondern als Sonderposten aufgeführt wird. Diese Naturalien-Zahlung (1 Kleidungstück) wird in III.7-9 bei der Angabe der Summe aller an die Institution abzuführenden Zahlungen als Sonderposten aufgeführt.
Ob es sich bei den dunklen Spuren zu beiden Seiten der Klebung um Tintenreste oder Beschädigungen des Papyrus handelt kann ich nicht eindeutig bestimmen.
TM_pers: 457649; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 786-788.
TM_pers: 457650; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 233.
Zu nꜣy⸗f ỉrỉ[.w]: Da das Ende der Schreibung von ỉrỉ[⸗w] nicht erhalten ist, könnte es sich theoretisch auch um den Singular pꜣy⸗f ỉrỉ handeln, was ich aber hier nicht annehme, da der Singular rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ im vorliegenden Text in starker Verkürzung geschrieben wird (vgl. I.19, II.6+15).
TM_pers: 457651; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 336-337.
TM_pers: 457652; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 136.
Zu Ta-?wt?lꜣ-na-Ḥr (hapax leg.): Die Lesung dieser Benennung ist nicht gesichert (s.a. II.2). Es handelt sich um den einzigen Beleg einer Örtlichkeit dieses Namens, der im TM-Places als Ta-wtlꜣ-pꜣy⸗w-Ḥr aufgenommen wurde. Ta-?wt?lꜣ-na-Ḥr wird in Berechnung des Gewinns aus verbackenem Mehl von Kerkeuris, dem Bezirk der Hirten (Pr-grg-Ḥr pꜣ ꜥwỉ pꜣ ꜥꜣm - 3. Posten), zweimal mit Teilbeträgen der in die Gesamtberechnung einfließenden Zahlungen (III.8) erwähnt. In Zeile I.18 mit Kosten aus verbackenem Mehl zu Lasten der Bäcker nur mit der Angabe Ta-?wt?lꜣ-na-Ḥr. In Zeile II.2 mit Schulden der Bäcker aus vorheriger Berechnung mit der Angabe pꜣ rmṯ Ta-?wt?lꜣ-n-na-Ḥr. Da beide Beträge in die Gesamtberechnung für Keukeris, dem Bezirk der Hirten einfließen, dürfte diese Bezeichnung eine Örtlichkeit oder einen Betrieb benennen, der Teil von Kerkeuris ist und eventuell zu einer dort befindlichen Domäne eines Tempels oder einer Kulteinrichtung des Horus Chenticheti gehört. Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 30 (18), transliteriert Ta-wtlꜣ-pꜣy⸗w-Ḥr / Ta-wtlꜣ-n-pꜣy⸗w-Ḥr. Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., beides mal Ta-?..?lꜣ-nꜣy⸗w-ḥr, wobei er das klare n in der Schreibung dieser Benennung in Zeile II.2 übersieht. Die Schreibung dieser Bezeichnung setzt sich aus 5 Lemmata zusammen: 1. Zu Beginn (bei I.18 u. II.2) ein eindeutiges Ta- (𓍘𓈖:𓏏), das in gleicher Schreibung auch beim Personennamen Ta⸢i⸣mouthes in Zeile II.12 vorkommt; 2. Das zweite Lemma (bei I.18 u. II.2) beginnt mit zwei recht unklaren Glyphen, es folgen die Einkonsonantenzeichen l (𓃭𓏤𓄿 - für die Form des r vgl. III.3 Mlm und III.9 lḳ) und ꜣ oder auch ḥ, denen in I.18 das Hausdeterminativ folgt, welches in der Schreibung der Zeile II.2 fehlt; 3. Hierauf findet sich nur in II.2 ein wohl genitivisches n; 4-5. Am Ende das von Andrews und in seiner Folge von Vittmann (Lit.s.o.) transliterierte nꜣy⸗w-Ḥr, dessen Lesung ich jedoch zu na-Ḥr bzw. n-na-Ḥr, „derer des Horus“, emendieren möchte, da hier weder ein Possessivartikel im Singular noch im Plural einen Sinn macht. Es bleiben somit die beiden ersten Glyphen des zweiten Lemmas (II.18 u. II.2) in der Lesung offen, das auf lꜣ oder auch lḥ endet und zumindest in I.18 mit Haus determiniert wird. Bisher habe auch ich keine zufriedenstellende Deutung bzw. Lesung gefunden. Bei einem paläographischen Vergleich der Zeichen dieses Textes könnte es sich um ein wt 𓍯𓏏:° oder ein w mit laufenden Beinen 𓂻:° handeln. Auch ähnelt die Zeichenfolge in ihrer Schreibung der des Lemmas ꜥꜣm, „Hirte“ (I.15), wobei hier dem Wurfholz kein m folgt, was ungewöhnlich wäre. Eine gewagte und nicht gesicherte Überlegung wäre, ob man w als verkürzte Schreibung von ỉwy(.t), „Bezirk“ (siehe Schreibung (ỉ)wꜣ(.t), CDD-I, 60) und das folgende tlꜣ mit dem Lemma twl auch tlꜣ (CDD-T, 127-128 mit Hausdeterminativ) „bewässertes Land“ in Verbindung bringen könnte. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine Schreibung es Wurfholzes ꜥꜣm als Phonogramm für ꜥm anzunehmen und die gesamte Gruppe als Schreibung für ꜥmre bzw. ꜥmlꜣ, „Bäcker“ (CDD-c, 70) zu deuten, was allerdings aufgrund der Schreibung leider unwahrscheinlich ist, aber gut hierher passen würde (zu ꜥmr: Darnell, JEA 75Darnell J.C., 'The Cief Baker', Journal of Egyptian Archaeology 75 (1989), 216-219.).
TM_pers: 457653; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 825-827,861.
Zu pꜣy⸗f ỉrỉ: Die in der Wendung pꜣ rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ oft sehr stark verkürzte Schreibung von pꜣy⸗f ỉrỉ (s.a. II.6 und II.15) wurde weder von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 30 Anm.19, noch von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu I.19, erkannt.
Ob es sich bei den geringfügigen dunklen Spuren zu beiden Seiten der Lücke um Tintenreste oder Beschädigungen des Papyrus handelt kann ich nicht eindeutig bestimmen. Ich nehme jedoch an, dass hier nur ein Spatium gelassen wurde.
Ausführliche Formulierung mit dem Verhältnis für die Berechnung der von den Bäckern zu entrichtenden Mehl-Kosten siehe Zeile I.8 mit Anm.: pꜣ bꜣk psy tn dbn 5 r pꜣ rdb. Berechnung hier: 6 Artaben Mehl x 5 Deben = 30 Deben.
Zur Spezifikation h(e): Hier werden die Unkosten aufgeführt, die beim Backen anfallen und die von der Institution getragen werden. Diese werden mit den von den Bäckern zu entrichtenden Abgaben (I.8) verrechnet. Diese Summe ergibt den Netto-Gewinn der Institution aus verbackenem Mehl (I.23).
Die Unkosten für einen Wasserkrug belaufen sich auf 0,4 Deben (idem I.10 / II.8 / III.18).
Die Unkosten für ein Schilfbündel betragen 3,75 Kite (siehe die ausführliche Anmerkung hierzu in Zeile I.11; vgl. auch II.9).
Berechnung der beim Backen angefallenen Unkosten: Wasser von 6,4 Deben (I.21) plus Schilfbündel 6 Deben (I.22) = 12,4 Deben.
Die Summe der zu entrichtenden Mehl-Kosten von 30 Deben (I.20) minus der Summe der Unkosten von 12,4 Deben, die beim Backen angefallen sind und die nicht zu Lasten der Bäcker gehen, = 17,6 Deben Netto-Kosten. Es handelt sich hier noch nicht um den Gewinn der Institution, der erst in Zeile II.3 aufgeführt wird. Zur Verwendung von m-sꜣ⸗w s.a. II.10 und III.7.
Zu pꜣ ỉni̯: Eine verkürzte Schreibung der Wendung pꜣ ỉni̯ r:ỉni̯⸗w (I.13). Zur ausführlichen Erklärung dieser Wendung siehe Anm. zu Zeile I.13. Auch hier (I.1 und II.2) handelt es sich um zwei Leihgaben (offene Abgaben, „Alt“-Schulden) aus einer vor dem 1. Achet, Tag 11 berechneten Mehlabgabe, die in III.7-9 bei der Angabe der Summe aller an die Institution abzuführender Geld-Abgaben miteinberechnet werden.
Zu Kerkeuris: siehe ausführliche Anmerkung Zeile I.15.
Zu Ta-?wt?lꜣ-n-na-Ḥr: siehe die ausführliche Anmerkung Zeile I.18.
Zu pꜣy⸗f ḥwꜣ ntỉ wtb Anders als bei dem Terminus r:ỉni̯⸗w (s. Z. I.13 und II.1), handelt es sich bei der Wendung ntỉ wtb (s.a. Z.III.7+12) nicht um Schulden aus eine früheren Abrechnung, sondern um eine aktuelle Zahlung, deren Rückzahlung, entweder zeitlich oder, was eher anzunehmen ist innerhalb dieser Rechnung als Posten verschoben wird. Diese 25,6 Deben, fließen natürlich in die Berechnung des aus diesem Posten errechneten Gewinns der hier, wie in I.12, mit pꜣy⸗f bezeichnet wird, ein. Auch bildet sie ein Teil der Gesamtsumme aller an die Institution abzuführender Zahlungen (92,6 dbn, III.9). Aus diesem Grund ist die Annahme, dass die Posten, die unter ntỉ wtb aufgeführt werden (s.a. III.7 und 12), bereits an die Institution entrichtete Abgaben sind nicht haltbar (so Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34. und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., beide mehrfach). Denn, sollte es sich hierbei um bereits entrichtete Zahlungen handeln, müssten diese bei der Summierung der an den Tempel zu entrichtenden der Gesamt-Zahlungen (III.9) abgezogen und nicht, so wie es dort gemacht wird, hinzugerechnet werden.
Berechnung: Mehl-Kosten 17,6 Deben (I.23) + Schulden 4,5 Deben (II.1) + Schulden 3,5 Deben (II.2) = Gesamt-Kosten 25,6 Deben.
Zur Lesung Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ: Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34. 26 und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., lesen hier Pꜣ-ꜥwỉ-Ḥr-wḏꜣ. Den Ausführungen und Schriftbelegen von Vittmann, SAK 21Vittmann, G., 'Zwei Spätzeittitel', Studien zur altägyptischen Kultur 21 (1994), 325-344., und Quack / Paarmann, in: Aneignung und AbgrenzungQuack, J.F. / Paarmann, B., 'Sarapis: ein Gott zwischen griechischer und ägyptischer Religion', in: Zenzen, N. / Hölscher, T. / Trampedach, K. (Hgg.), Aneignung und Abgrenzung. Wechselnde Perspektiven auf die Antithese von ‚Ost‘ und ‚West‘ in der griechischen Antike (Oikumene 10; Heidelberg, 2013), 229-255., 252, folgend, möchte ich die Schreibung ꜥwỉ zu šnꜥ emendieren. Es wird sich hierbei um die Bäckerei einer Tempeldomäne oder Kulteinrichtung des Ḥr-wḏꜣ, „Horus ist heil“ (Haryothes), einer häufigen Bezeichnung des Lokalgottes Horus Chentechai von Tell el-Athrib, und nicht um eine Bäckerei einer Privatperson mit dem auch in Tell el-Athrib häufig verwendeten Namen Haryothes handeln (s.a. II.12+16 und III.2).
TM_pers: 457654; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 1161. Dieselbe Taimouthes wird auch in Zeile II.12 mit einer Abgabe in Form eines Getränks (Bier?) aufgelistet.
Zu pꜣy⸗f ỉrỉ: Die in der Wendung pꜣ rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ oft sehr stark verkürzte Schreibung von pꜣy⸗f ỉrỉ (s.a. I.19 und II.15) wurde weder von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 30 Anm.19, noch von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu II.6, erkannt.
Berechnung: 2 (II.6) + 1 1/2 (II.7) = 3 1/2 Artaben Mehl.
Ausführliche Formulierung mit dem Verhältnis für die Berechnung der von den Bäckern zu entrichtenden Kosten siehe Zeile I.8 mit Anm.: pꜣ bꜣk psy tn dbn 5 r pꜣ rdb. Berechnung hier: 3,5 Artaben Mehl x 5 Deben = 17,5 Deben.
Der letzte Abschnitt dieser Zeile wp-st pꜣ h(e) wurde von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., ausgelassen. Zur Spezifikation h(e): Hier werden die Unkosten aufgeführt, die beim Backen anfallen und die von der Institution getragen werden. Diese werden mit den von den Bäckern zu entrichtenden Abgaben verrechnet. Diese Summe ergibt den Netto-Gewinn der Institution aus verbackenem Mehl (II.10).
Die Unkosten für einen Wasserkrug belaufen sich auf 0,4 Deben (idem I.10 / I.21 / III.18).
Die Unkosten für ein Schilfbündel betragen 3,75 Kite (siehe die ausführliche Anmerkung hierzu in Zeile I.11; vgl. auch I.22).
Berechnung der beim Backen entstandenen Unkosten: Wasser für 4,8 (II.8) plus Schilfbündel für 3 Deben (II.9) = 7,8 Deben.
Berechnung des Netto-Gewinns: verbackenes Mehl von 17,5 Deben (II.7) minus der Summe der Unkosten von 7,8 Deben (II.9), die beim Backen angefallen sind und die nicht zu Lasten der Bäcker gehen, = 9,7 Deben. Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., transliteriert hier ḳd.t 8 und übersetzt 7 Kite. Zur Verwendung von m-sꜣ⸗w s.a. I.23 und III.7.
Zu pꜣ ỉni̯: Es handelt sich hier (II.11-15) um eine Auflistung von erhobenen Naturalien-Abgaben, die in die Berechnung der Geldabgabe für die Mehlabgabe nicht mit einfließen, sondern als Sonderposten aufgeführt werden. Diese Naturalien-Abgaben werden in III.7-8 bei der Angabe der Summe aller an die Institution abzuführender Zahlungen als Sonderposten mit einberechnet. Berechnung aller Abgaben in Form von Naturalien (5. Posten, II.11-15): Wein: 1/2 (II.11) + 1/2 (II.13) = 1; Getränk (Bier?): 1/2 (II.12) + 1/2 (II.15) = 1; Kleidung 1 (II.14).
TM_pers: 457655; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 849.
TM_pers: 457656; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 849.
TM_pers: 457654; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 1161. Dieselbe Taimouthes wird auch in Zeile II.5 mit einer Abgabe auf verbackenes Mehl aufgelistet.
Zur Lesung Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ: Siehe Anmerkung zu II.4; vgl. II.16 und III.2.
TM_pers: 457657; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 72. Derselbe Inaros (mỉ-nn) ist in Zeile (II.14) mit der Abgabe eines Kleidungsstücks aufgelistet.
Zur Lesung pꜣ rmṯ ?......? ỉmnt (TM_geo:14039): Die Lesung der Zeichengruppen nach pꜣ rmṯ, die auch in III.5 vorkommt, ist unklar. Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 31 Anm.27, transliteriert Ỉr.t-Ḥr-r.r⸗w pꜣ rmṯ tꜣ ḥr ỉmnt, „Inaros, der Mann von der westlichen Seite”. In ihrer Anmerkung bemerkt sie den ungewöhnlichen weiblichen Artikel vor dem maskulinen Lemma ḥr, das, wie sie anmerkt, auch wꜣḥ transliteriert werden könnte, was sie jedoch anzweifelt. Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank. folgt der Lesung und Deutung von Andrews, markiert jedoch in Transliteration und Übersetzung tꜣ ḥr mit Fragezeichen. Auch ich kann hier, wie in III.5 keine eindeutige Lesung bieten. Für die Diskussion über die Lesung der Gruppe als ḥr (oft mit Det. Fleisch) „Seite, Gegend, Quartier“ oder als wꜣḥ „Gegend, Niederlassung, Siedlung“ möchte ich auf Brinker et alii, Berichtigungsliste B, 816-817 (§22), verweisen. Nach pꜣ rmṯ, wie in diesem Text üblich, folgt eine Ortsangabe (für die zahlreichen Toponyme, die mit ḥr / wꜣḥ gebildet werden s. unter wꜣḥ Vandorpe, geografische elementenVandorpe, K., Egyptische geografische elementen in Griekse transcriptie (Leiden, 1988)., 47-51; Verreth, ToponymsVerreth, H., Toponyms in Demotic and Abnormal Hieratic texts from the 8th century BC till the 5th century AD (Leiden, 2011)., 703; Verreth, Survey of ToponymsVerreth, H., A survey of toponyms in Egypt in the Graeco-Roman period (Leiden, 2013).) oder auch eine Angabe einer Berufsgruppe (s. III.1). Bei einer Lesung ḥr wie auch wꜣḥ kann ein vorangestellter weiblicher Artikel tꜣ ausgeschlossen werden, da beide Lemmata nicht als Femininum belegt sind. Es kann sich dann nur um den pluralischen Artikel nꜣ handeln. Dies ist jedoch ungewöhnlich, da ḥr wie auch wꜣḥ bei Angaben von Räumen, Regionen oder Orten bisher nur im Singular belegt sind. Die fehlende Pluralendung wäre eher zu kompensieren. Ganz ungewöhnlich ist jedoch für ḥr wie auch wꜣḥ die Determinierung mit 𓀒 oder 𓀐. Da ich an dieser Stelle die Lesung wꜣḥ präferiere, wäre die Lesung hier Ỉr.t-Ḥr-r.r⸗w pꜣ rmṯ nꜣ wꜣḥ(.w) ỉmnt, „Inaros, der Mann aus den westlichen Siedlungen“ bzw. in Zeile III.5 (s. Anm. dort) pꜣ rmṯ nꜣ wꜣḥ(.w) M(ꜥ), „Der Mann der Siedlungen der Ma(xyer)“. Dass hier das Lemma für „Siedlung“ mit 𓀒 / 𓀐 determiniert wird, könnte eventuell damit erklärt werden, dass das explosionartige Wachstum von Tell el-Athrib zum multinationalem und -kulturellem Zentrum, das mit der argeaden Dynastie einsetzte und archäologisch nachgewiesen ist (s. Kommentar zum Text), nicht nur unzählige Stadtviertel für Gruppen verschiedener Ethnien aufwies, sondern auch zu einer stetigen unkontrollierten Bebauung von Soldaten- bzw. Privatbehausungen innerhalb der Umfassungsmauern von Tempeln von Tell el-Athrib mit sich führte. Wie die Inschrift des Djed-Hor (s. a. Anm. I.3) belegt, wurden diese Bevölkerungsgruppen außerhalb und "zur Seite" der Tempelmauern umgesiedelt, um den Tempel zu „Reinigen“(Thiers, BIFAO 95Thiers, Ch., 'Civils et militaires dans les temples. Occupation illicite et expulsion', Bulletin de l’Institut français d’archéologie orientale 95 (1995), 493-516., bes. 501). So könnte das Determinativ 𓀒 bzw. 𓀐 eine Konnotation dieser Siedlungen als „zur Seite gefallen (umgesiedelt)“ oder „zwangsumgesiedelt“ beinhalten. Eine andere Möglichkeit wäre, die erste Glyphe nach pꜣ rmṯ nicht als Artikel, sondern als Einkonsonantenzeichen ḥ zu deuten. Dies würde am naheliegendsten zu einer Lesung ḥtr führen, die sehr ungewöhnlich nicht mit 𓎛 sondern mit 𓄑 über 𓏛 zu Beginn geschrieben wäre, was aber nicht ganz unmöglich ist. Die Lesung rmṯ ḥtr evoziert die Gleichsetzung mit dem Begriff für „Kavallerist“ (hier dann: „Inaros, der westliche Kavallerist“; III. 5: „der Kavallerist der Ma(xyer)“). Dass es in Ägypten in ptolemäischer Zeit Siedlungen von militärischen Kavallerie-Einheiten gegeben hat, die sowohl mit ihren Standorten bzw. Siedlungen innerhalb der Ortschaften, hier ỉmnt, oder auch aufgrund ihrer Ethnien (III.5 Ma(xyer, s. Anm. dort) spezifiziert wurden, ist belegt (s. auch für libysche Kavallerie-Einheiten der ägptischen Ptolemäerzeit im Delta u.a.: Fischer-Bovet, The Ptolemaic ArmyFischer-Bovet, C., The Ptolemaic Army (Oxford Handbooks Online; Oxford, 2018)., 7-8). Aber auch beim angenommenen Lemma rmṯ ḥtr ist eine Determinierung mit 𓀒 oder 𓀐 sehr ungewöhnlich. Bei einer Lesung ḥtr könnte jedoch Begriff ḥtr / ḥtry (Det. 𓀐), weniger in der Wortbedeutung „Steuer, Abgabe“ (in dieser Berechnung geht es nicht um diese Art Abgaben) sondern eher in der Bedeutung „zwingen, notwendig sein; Zwang“ bzw. „verpflichtet bzw. zuständig sein“ undangenommen werden (hier dann „Inaros, der zuständge Mann des Westens“; Z. III. 5 „der zuständige Mann der Ma(xyer)“, beides als Angaben bestimmter Wohnquartiere). Da ich mir hier, wie in Zeile III.5 unsicher bin, lasse ich diese Lesungen bis zu einer eindeutigen Klärung offen.
Zeichenreste vor ỉrp □ 1/2: Vor der Schreibung von ỉrp sind eindeutige Tintenspuren zu erkennen, die eindeutig zu einer Wortschreibung gehören, die nur mit dem letzten Zeichen erhalten ist. Es dürfte sich hier um eine Maßeinheit für Getränke handeln, die allerdings nur hier verzeichnet wurde. Die erhaltenen Zeichenspuren, die ich nicht deuten kann, haben Ähnlichkeiten mit der Schreibung lḳ, welches auch als Maßeinheit in den Zeilen III.4-5 und 9 für Öl-Abgaben vermerkt ist. Die Schreibungen in Col.III werden mit dem Mann mit Hand am Mund determiniert (in Z.III.4-5 ohne Kopf, in Z.III.9 mit Kopf). Ich nehme jedoch trotzdem nicht an, dass sich hier die Maßeinheit lḳ verzeichnet fand. 1. Für eine Identifizierung einer Schreibung lḳ müsste hier die Schreibung des Determinativs des Mannes mit Hand am Mund ohne Kopf mit dem Schilfblatt am Anfang der Schreibung ỉrp zusammengefallen sein, was sehr unwahrscheinlich ist. Weder Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, noch von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., beachten diese Tintenspuren.
Zu mỉ-nn: Hier handelt es sich um Inaros, der auch in Zeile II.13 im Zusammenhang mit einer Abgabe in Form von Wein aufgelistet wird.
Zu m-bꜣḥ pꜣ ỉrpꜥy Ỉr.t-Ḥr-r.r⸗w: Die Erwähnung des Fürsten Inaros, dem die ehrende Präposition m-bꜣḥ vorausgeht, scheint zunächst im Zusammenhang mit dieser Berechnung etwas seltsam. Es handelt sich hier um Inaros, Fürst von Athribis, der als historische Persönlichkeit wohl in das letzte Drittel des 7.Jh.v.Chr. datiert werden kann, einer Zeit in der insbesondere das Delta in mehrere Herrschaftsgebiete konkurrierender Lokalfürsten zerfallen war, und der in späterer Zeit vergöttlicht wurde (zur historischen Verortung des Inaros: Quack, in: Altertum und MittelmeerraumQuack, J.F., 'Inaros, Held von Athribis', in: Rollinger, R. / Truschnegg, B. (Hgg), Altertum und Mittelmeerraum. Die antike Welt diesseits und jenseits der Levante. Festschrift für Peter W. Haider zum 60. Geburtstag (Oriens et Occidens 12; Stuttgart, 2006), 499-505.; zum vergöttlichten Inaros: Lieven, Heiligenkult und VergöttlichungLieven, A. von, Heiligenkult und Vergöttlichung im Alten Ägypten (Habilitationsschrift, Publikation in Vorbereitung, Orientalia Lovaniensia Analecta; Leuven).; s.a. in der Literatur: Hoffmann, InarosHoffmann, F., "Der Kampf um den Panzer des Inaros". Studien zum P. Krall und seiner Stellung innerhalb des Inaros-Petubastis-Zyklus (Wien, 1996).). Die Abgabe eines Kleidungsstückes seitens des Privatmanns Inaros (II.13, TM_pers: 457657; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 72) ist vor (m-bꜣḥ) dem Fürsten Inaros zu leisten und ist ein Teil der an den Tempel zu leistenden Naturalien Zahlungen, die in dessen Gewinnberechnung mit einfließt (Z.III.7-8). Daher ist anzunehmen, dass hier eine eine Kulteinrichtung für den vergöttlichten Inaros anzunehmen ist, die zu der rechnungstellenden Tempeldömäne in oder um Tell el-Athrib gehört (zu vergöttlichten Personen in Zusammenhang mit Anrufungen oder Orakelfragen und als lokale Kultempfänger siehe: Quack, in: Recht und ReligionQuack, J.F., 'Göttliche Gerechtigkeit und Recht am Beispiel des spätzeitlichen Ägypten', in: Barta, H. / Rollinger, R. / Lang, H. (Hgg), Recht und Religion. Menschliche und göttliche Gerechtigkeitsvorstellungen in den antiken Welten (Philippika 24; Wiesbaden, 2008), 135-153.; Lieven, Mythos 10Lieven, A. von, 'Das Orakelwesen im Alten Ägypten', Mythos. Rivista di Storia delle Religioni 10 (OpenEdition Journals, Università degli Studi Palermo, 2016), 17-30.).
TM_pers: 457658; Lüddeckens et alii, Demotisches NamenbuchLüddeckens, E. / Brunsch, W. / Thissen, H.-J. / Vittmann, G. / Zauzich, K.-Th. (Hgg.), Demotisches Namenbuch (Wiesbaden, 1980-2000)., 805.
Zu pꜣy⸗f ỉrỉ: Die in der Wendung pꜣ rmṯ pꜣy⸗f ỉrỉ oft sehr stark verkürzte Schreibung von pꜣy⸗f ỉrỉ (s.a. I.19 und II.6) wurde weder von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 30 Anm.19, noch von Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., Anm. zu II.15, erkannt.
Es handelt sich hier von Zeile II.16-20 m.A.n aller Wahrscheinlichkeit um eine Auflistung von „Alt“-Schulden (pꜣ ỉni̯ r:ỉni̯⸗w), wie sie in I.13 (s. ausführliche Anm., 1. Posten) und II.1 (3. Posten) aufgeführt werden. Dort sind die Schulden jedoch Teil der Berechnung der Kosten für verbackenes Mehl, die beide auf den 1. Achet, Tag 11 terminiert sind. Die hier unter 4.-7. aufgeführten Berechnungsposten umfassen den gesamten Verlauf des 2. Achet und sind daher eine gegen Ende des 2. Achet erstellte Zusammenschrift einzelner Rechnungs-Vermerke. Aus diesem Grund dürfte es wahrscheinlich sein, dass die Auflistung der Schulden nicht als Teil der Berechnung des 4. Postens, Kosten für verbackenes Mehl für Die-Bäckerei-des-Haryothes, sondern gesondert aufgelistet wurden. An der Endsumme ändert dies nichts, da diese Schulden in III.7-8 bei der Angabe der Summe aller an die Institution abzuführender Geld-Zahlungen (92,6 Deben) miteinberechnet werden. Summe der Schulden aus vorheriger Berechnung Der-Bäckerei-des-Haryothes (6. Posten, II.16-20): 3 + 2 + 8 + 4 + 6 = 23 Deben.
Zur Lesung Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ: Siehe Anmerkung zu II.4; vgl. II.12 und III.2.
Es handelt sich hier von Zeile III.1-III.6 um eine Auflistung von „Alt“-Schulden (s. II.16 mit ausführlicher Anm.) und Naturalien-Abgaben. Die hier in Deben angegebenen Schulden aus früheren Berechnungen fließen mit den aktuellen Gewinnen aus verbackenem Mehl in die Gesamtsumme des errechneten Netto-Gewinns des Tempels von 92,6 Deben (III.8) ein. Die erhobenen Naturalien-Abgaben werden, da sie nicht in Deben ausgeweisen sind, dort als Sonderposten (III.8-10) aufgeführt. Berechnung der hier aufgeführten Abgaben: 6,5 Deben (III.1) + 4 Deben (III.3) = 10,5 Deben (s.Z.III.8 Teil der Summe von 92,6 Deben). Mehl: 2/3 1/6 (Artaben); Lok Rizinusöl: 1 (III.4) + 1 (III.5) + 1/2 (III.6) = 2 1/2.
Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, transliteriert nur wp sp.
Zu nꜣ rmṯ.w n tftf: Der Begriff tftf, der hier mit schlagendem Arm determiniert wird, findet sich m.W. im Zusammenhang mit demotischen Urkunden neben dem vorliegenden P. BM EA 10225 nur noch auf drei weiteren Papyri belegt (in Reihenfolge ihrer Publikation): 1. Beleg: P. Wien (Vindob) D 4852 (Bresciani, in: P. Rainer Cent.Bresciani, E., 'Un document dell’anno 15 di Domiziano dass archivio templare di Dime (P. Vindob D 4852). Le condizioni previste per lo scriba e l’adetto alle spese dei sacerdoti', in: Zessner-Spitzenberg, J. (Hg.), Papyrus Erzherzog Rainer (P. Rainerr Cent.). Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien, 1983), 181-184, Taf. 6 (Demotisch 5)., Zeile 7, 182-183, 184.7; TM 45634, 95-96 n.Chr., Domitian, Dime); 2. Beleg: P. Wien D 6041 (Lippert / Schentuleit, DDD IILippert, S. / Schentuleit M., Quittungen (Demotische Dokumente aus Dime II; Wiesbaden, 2006)., Nr. 66, 220-225, Zeile 5, 221, 223 (5); TM 100274, 89-90 n.Chr. Domitian, Dime); 3. Beleg: P. Leiden F 1974/7.52 (B) (Muhs / Dieleman, ZÄS 133Muhs, B. / Dielemann, J., 'A Bilingual Account From Late Ptolemaic Tebtunis', Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde 133 (2006), 56-65, Taf. 15-18., B, rto Col. II.15 und 17, 58, 60 (p), rto Col.III.17, 61, 62 (s); TM 102069, 96 v.Chr. Ptolemaios X / 63. v.Chr. Ptolemaios XII, Tebtynis). Zum 1. Beleg: Bei P. Wien (Vindob) D 4852 handelt es sich um eine Abmachungs-Urkunde (Lippert, Rechtsgeschichte2Lippert, S., Einführung in die altägyptische Rechtsgeschichte (Einführung und Quellentexte zur Ägyptologie 5; Berlin / Münster, 20122)
, 174), in der die allgemeingültigen Konditionen der Priesterschaft des Soknopaios-Temples von Dime für die Vergütung unterschiedlicher Handwerker aufgeführt und für die Schreiben des Tempels als eine Art „Memo“ schriftlich fixiert wurden. In Zeile 7 heißt es: ... mtw⸗f ỉri̯ hy.w tftf (Det. hieratisierender Phallus, Möller, Hieratische Paläographie2Möller, G., Hieratische Paläographie. Die aegytische Buchschrift in ihrer Entwicklung von der fünften Dynastie bis zur römischen Kaiserzeit I-IV (Osnabrück, 1927-19362)., III.96) šꜥ-tw ỉp ỉrm⸗f ..., „...und er (Schreiber) wird die Ausgaben des tftf machen bis zur Abrechnung mit ihm...“. Obgleich tftf hier mit Phallus determiniert ist, leitet Bersciani das demotische Lemma tftf vom ägyptischen tftf, „verwirrt sein, Verwirrung“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡) ab, welches mit dem Simplex tfi, „(gewaltsam)entfernen“, auch „Verwirrung des Herzens“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡) in Zusammenhang steht. Hierzu würde eventuell dann das demotische Lemma tfy, „(gewaltsam) entfernen“ (Det. 𓏴 über 𓂡 / 𓀐) als Simplex anzunehmen sein. Im Koptischen findet sich das Lemma ⲑⲁϥ⸗ / ⲑⲓϥⲓ, „(gewaltsam) entfernen, wegnehmen“ (s.u.). Bresciani deutet das demotische Lemma tftf fälschlicherweise als Adverb mit der Bedeutung „Stück für Stück“ und übersetzt: „er (Schreiber) soll die Aufwendungen Stück für Stück (voll) machen bis zur Abrechnung mit ihm“. Auch wenn diese Deutung von tftf als Adverb zu verwerfen ist, würde eine Ableitung des hier belegten demotischen Lemmas, das mit Phallus determiniert ist, auch vom ägyptischen tf, „spucken, befeuchten“ (Det. spuckender Mund / Phallus), Duplex tftf, „ausspeien, tröpfeln“ (Det.spuckender Mund / Phallus) anzunehmen sein. Im Koptischen findet sich diese Herleitung als ⲧⲁϥ, „Speichel, Tropfen“ bzw. ⲥⲉⲧⲧⲁϥ, „spucken, tröpfeln“. Hier könnte eine Verbindung zu dem Wortfeld der ägyptischen Lemmata ḏfḏf, „träufeln, tränen“ (Det. 𓈒, 𓂐 oder Phallus) bzw. ḏfḏf, „Tropfen“ (Det. 𓈒, 𓂐 oder Phallus), (vgl. Hoffmann, Inaros, 274-275, Anm. 1509, tftf hier als Beschreibung der Verzierung des Panzers) vorliegen, das interessanterweise in der Wendung ⲑⲟϥⲧⲉϥ, „Tropfen auf Tropfen fallen lassen“ (vgl. das oben genannte ⲑⲁϥ⸗ / ⲑⲓϥⲓ, „(gewaltsam) entfernen, wegnehmen“) belegt ist. In ihrer Anmerkung verweist Bresciani interessanterweise auf die hier vorliegende Zeile des P. BM EA 10225, die sie richtigerweise als Abrechnung von Bäckereien bezeichnet. Zu Beleg 2.: P. Wien D 6041 ist eine Entlastungsquittung von Personen, die im Dienst des Soknopaios-Tempels standen. Zeile 6, in der tftf erwähnt wird, ist leider stark zerstört, so dass weder das Determinativ noch der direkte inhaltliche Sinnzusammenhang des Wortes erkennbar ist, steht aber im Kontext einer Aufzählung von geleisteten betrieblichen Ausgaben. Schentuleit / Lippert verwerfen richtigerweise die Deutung von tftf als Adverb und machen den Vorschlag das demotische Lemma tftf eventuell von dem ägyptischen Begriff ḏfꜣ, „Nahrung, Speise“ abzuleiten und tftf hier als Ausgabe für „Nahrungsmittel?“ zu deuten (vgl. demotisch tfw(e), tfꜣỉ, „Speise“). Zu Beleg 3.: P. Leiden F 1974/7.52 (B) ist eine Endabrechnung inklusive privater Ausgaben eines Tempelschreibers, die dieser für den Kontoausgleich am Monatsende dem ihm zuständigen Tempel aufstellt. In dieser Abrechnung werden zahlreiche Waren und Dienstleistungen, auch für die Frau und die Kinder des Schreibers, aufgeführt, die dem Tempel in Rechnung gestellt werden. Unter diesen Kosten findet sich gleich mehrfach die Bezeichnung tftf (Det. immer 𓏴 über 𓂡) als Dienstleistung. In rto Col. II.15: mꜣrꜣn pꜣ pwrws ẖr hy tftf ỉrm nkt? □□□ḥḏ 16, „Maron, ?der pwrws?, tftf-Arbeit und Ratio(nen) □□□ 16 Silber(deben)“. In rto Col. II.17: hy tftf ẖn pꜣ ꜥwy nꜣy⸗y ẖrṱ.w ỉrm tꜣy⸗y rmṯ.t □□□□ ḥḏ 7 ḳd.t 5, „tftf-Arbeit im Haus meiner Kinder und meiner Frau □□□□ 7 Silber(deben) 5 Kite“. In rto Col. III.16-17: (16) swn bny (n) nꜣy⸗y ẖrṱ.w ḥr pꜣ mꜣ [... ...] (17) hy tftf tꜣy⸗y tmṯ.t ỉrm nꜣy⸗y ẖrṱ.w [... ...], „(16) Preis der Datteln (für) meine Kinder am Kanal [... (17) tftf-Arbeit meiner Frau und meiner Kinder [... ...]. Muhs / Dieleman, ZÄS 133Muhs, B. / Dielemann, J., 'A Bilingual Account From Late Ptolemaic Tebtunis', Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde 133 (2006), 56-65, Taf. 15-18., 60 (p), verweisen für das demotische Lemma tftf auf das Koptische ⲧⲁϩⲧϩ, „mischen, verwirren“ (auch als Nomen belegt), welches auch oft im Zusammenhang mit Mischen von Ingredenzien oder Nahrung steht. Dieser Begriff geht jedoch ethymologisch eigentlich auf Ägyptisch tḫtḫ, „verwirrt sein, Verwirrung“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡), Demotisch tẖtẖ / tḫtḫ, „verwirrt sein, Verwirrung“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡) zurück und steht im Koptischen auch mit den Lemmata ⲧⲁϩⲥ, „Verwirrung“ und ⲧⲱϩ, „Verwirrung, Mischung“ in Verbindung. Um einen Versuch zu starten dieser „Verwirrung“ Herr zu werden, soll hier zunächst das textliche Umfeld betrachtet werden, in dem das demotische Lemma tftf belegt ist. Bei den oben aufgeführten Belegen, wie auch beim P. BM EA 10225 handelt es sich im weitesten Sinne um Abrechnungen von Priestern oder Angestellten eines Tempels oder dieser Institution selbst, die eine erbrachte, betrieblichen Leistungen tftf in Rechnung stellen, quittieren oder vergüten. In den Belegen 1-3 findet sich diese tftf-Leistung in Zusammenhang mit der Auflistung ganz unterschiedlicher abzurechnender Handwerkstätigkeiten (z.B. Wäscher) oder Einkäufen, die von Priestern oder Angestellten eines Tempels erworben wurden (z.B. diverse Lebensmittel, Kästen für Geld, Badeöl usw.). Beim Beleg 1. (P. Wien (Vindob) D 4852) handelt es sich, wie erwähnt, um eine verwaltungstechnische Muster-Auflistung der Konditionen (Lebensmittel, Öle, Mhyrre, Handwerker), die einem angestellten Templeschreiber monatlich zustehen und die Vorschriften, wie diese mit dem Tempel abzurechnen sind. Alleine P. BM EA 10225 steht diese tftf-Leistung, die von den tftf-Männern erbracht wird, im ausschließlichen Zusammmenhang mit der Gewinnberechnung der Institution aus verbackenem Mehl. Trotzdem ist zu bemerken, dass in Beleg 1.-3. die tftf-Leistung in direktem Kontext zu anderen erworbenen Lebensmitteln (Fisch, Kräuter, Datteln, Brot) oder den Ausgaben für zuzubereitende Mahlzeiten stehen, die (so Beleg 1.) nur nach den üblichen Marktpreisen erworben werden dürfen und Rechnung gestellt werden können. Im Beleg 1. findet sich allein die Angabe „Ausgaben für tftf“ die bis zu einer Summe X abgerechnet werden dürfen. Bei Beleg 2. bleibt wegen des Erhaltungszustands der genaue Kontext unklar. Interessant sind die drei Erwähnungen in Beleg 3.: Ausgaben für tftf und Nahrungs-Ratio(nen) werden gemeinsam berechnet; 2. Die tftf-Arbeit wird im Haus der Kinder und der Frau des abrechnenden Tempelschriebers erbracht; 3. tftf-Arbeit wird von Frau und Kindern des Tempelschriebers erbracht, eine Zeile zuvor werden die Kosten für gekaufte Datteln berechnet. Da der inhaltliche Kontext des hier verwendeten Lemmas tftf in allen Belegen doch recht homogen ist und im Zusammenhang mit Lebensmitteln bzw. deren Verarbeitung oder Konsum steht, dürfte es sehr wahrscheinlich sein, dass es sich in allen hier aufgeführten Textstellen um ein und dasselbe Lemma tftf handelt, welches im P. Wien (Vindob) D 4852 (Beleg 1, Bresciani, in: P. Rainer Cent.Bresciani, E., 'Un document dell’anno 15 di Domiziano dass archivio templare di Dime (P. Vindob D 4852). Le condizioni previste per lo scriba e l’adetto alle spese dei sacerdoti', in: Zessner-Spitzenberg, J. (Hg.), Papyrus Erzherzog Rainer (P. Rainerr Cent.). Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien, 1983), 181-184, Taf. 6 (Demotisch 5)., Zeile 7) mit Phallus (als Variante zum spuckenden Mund) determiniert wird und das im P. Leiden F 1974/7.52 (B) (Muhs / Dieleman, ZÄS 133Muhs, B. / Dielemann, J., 'A Bilingual Account From Late Ptolemaic Tebtunis', Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde 133 (2006), 56-65, Taf. 15-18., B, rto Col. II.15 und 17 sowie rto Col.III.17) wie auch im P. BM EA 10225 mit dem Determinativ des schlagenden Arms geschrieben wird. Ich möchte bezüglich der Ethymologie des Lemmas tftf der Herleitung über den koptischen Begriff ⲧⲁϩⲧϩ, „mischen, verwirren“ , die von Muhs / Dieleman, ZÄS 133Muhs, B. / Dielemann, J., 'A Bilingual Account From Late Ptolemaic Tebtunis', Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde 133 (2006), 56-65, Taf. 15-18., 60 (p), (s. o.) gemacht wird, eher nicht folgen, da ich mir denke, dass eine Ethymologie von ägyptisch bzw. demotisch tf besser auf koptisches ⲧⲉϥ bzw. ⲑⲟϥ herzustellen ist als über ⲧⲁϩ. Wahrscheinlicher ist, dass das hier verwendete tftf entweder, wie bereits Bresciani, in: P. Rainer Cent.Bresciani, E., 'Un document dell’anno 15 di Domiziano dass archivio templare di Dime (P. Vindob D 4852). Le condizioni previste per lo scriba e l’adetto alle spese dei sacerdoti', in: Zessner-Spitzenberg, J. (Hg.), Papyrus Erzherzog Rainer (P. Rainerr Cent.). Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien, 1983), 181-184, Taf. 6 (Demotisch 5)., 184.7, annimmt (s.o.), mit Ägyptisch tftf, „verwirrt sein, Verwirrung“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡); Simplex tfi, „entfernen“, auch „Verwirrung des Herzens“ (Det. 𓏴 über 𓂻 / 𓏴 über 𓂡), Demotisch tfy, „(gewaltsam) entfernen“ (Det. 𓏴 über 𓂡 / 𓀐) als Simplex und Koptische ⲑⲁϥ⸗ / ⲑⲓϥⲓ, „(gewaltsam) entfernen, wegnehmen“ oder über das Wortfeld Ägyptisch tf, „spucken, befeuchten“ (Det. 𓂐 oder Phallus), Duplex tftf, „ausspeien, tröpfeln“ (Det. 𓂐 oder Phallus), Demotisch tfꜣ / tfe, „Speichel, spucken“ (Det.), Koptisch ⲧⲁϥ, „Speichel, Tropfen“ bzw. ⲥⲉⲧⲧⲁϥ, „spucken, tröpfeln“ ḏfḏf, „träufeln, tränen“ (Det. 𓈒, 𓂐 oder Phallus) bzw. ḏfḏf, „Tropfen“ (Det. 𓈒, 𓂐 oder Phallus) und ⲑⲟϥⲧⲉϥ, „Tropfen auf Tropfen fallen lassen“, vorliegen. Es könnte aber auch sein, dass sich beide Wortfelder im Lemma tftf vermischen. Für eine Bestimmung der Wortbedeutung von tftf könnten eventuell auch zwei weitere ägyptische Lemmata herangezogen werden. Zum einen wäre dies der Begriff tf, „??“, der sich im medizinischen P. Ebers 19, 6.2-6.9, bei der Angabe eines Heilmittels gegen Bauchbeschwerden findet und den spezifischen Zustand einer Dattel beschreibt (bnr tf), die mit anderen Ingedrenzien in Bier eingeweicht und anschließend ausgepresst wird, um ein Konzentrat zu erhalten, das verabreicht wird. Als Kausativ findet sich stf, „Überlaufen oder Überschäumen von gärendem Bier, abgiessen, abschäumen, überschäumen u.ä“ (pD'Orbiney = pBM EA 10183 rto, 8.6 und 12.9) . Bei stf sicherlich, aber m. A. n. auch bei dem Beleg von tf handelt es sich wohl auch um einen Zustand der mit der Gärung bzw. dem Aufquellen zu tun hat. Sowohl in der altägyptischen Bierbrauerei als auch in der Herstellung von Linsen oder Gerstenbrei (Grütze) müssen frische oder getrocknete Datteln wie auch Gerste oder Linsen in Wasser eingelegt und unter zeitweisem Rühren in gesonderten Gefäßen zum Quellen bzw. Gären gebracht werden. Dabei muss Gerste hierfür zunächst unter Schlagen gesplittet und danach mit wenig Wasser versetzt werden, um sie aufquellen und angären zu lassen. Diese gequollene oder angegärente Dattel- bzw. Gerstenmasse wird nach einiger Zeit ausgepresst. Diese Essenz gilt als „falsche“ Hefe bzw. Hefersatz, die noch heute als Quellmittel für das Brotbacken oder zur Herstellung von gärenden Getränken in südlichen Ländern hergestellt wird, aber auch als Heilmittel für Magen- und Darmbeschwerden. Bis zum Neuen Reich wurden Datteln zum Brauen von Bier verwendet, dann wurden Datteln durch Gerste ersetzt. Auch der Gersten- oder Linsenbrei (Grütze) wird ähnlich hersgestellt. Auch hier muss die gesplittete Gerste oder die Linsen zunächst in Wasser eingelegt werden. Das Wasser muss jedoch danach aus der Masse wieder herausgepresst werden um sie zum Kochen der Grüze zu verwenden, da die Konzentration von Quell- bzw. Gärstoffen in dieser Flüssigkeit zu hoch ist und daher Magenbeschwerden verursacht (das merkt man schon, wenn man eine Pizza mit zu viel Hefe herstellt und diese dann isst). Die gequollene Gersten- bzw. Linsenmasse wird in frischem Wasser gekocht, dient bis heute als hochwertiger Vitamin- und Nährstofflieferant und wurde bzw. wird auch als Heilmittel für Magen- und Darmbeschwerden angewandt. Mit großer Vorsicht und in keiner Weise gesichert, wäre es vorstellbar, dass die tftf-Leute bzw. die tftf-Arbeit genau mit diesem beschreibenen Vorgang zu tun hat. Das Ansetzen bzw. Quellenlassen von Datteln, Gerste oder Linsen und das anschließende Auspressen wurde und wird gesondert vom Prozess des Backens, Brauens oder Grützekochens stattfinden, da es, um den richtigen Zeitpunkt des Gär- bzw. Quellprozesses der angesetzten Masse abzupassen, wichtig ist, diese in kleineren Mengen und somit kleineren Gefäßen herzustellen. Dies wird nicht nur in den goßen Betrieben wie den Bierbrauereien oder der Bäckereien erfolgt sein, sondern auch, wie der P. Leiden F 1974/7.52 (B) (Beleg 3.) belegt, in kleineren Wohnhäusern und in der Familie hergestellt werden können. Durch den oben beschriebenen Verarbeitungsprozess werden zwei Nahrungsmittel hergestellt. Zum einen ist es die Grundmasse für Gerstengrütze (s.a. hier vso 1) und eventuell auch von eingeweichten Datteln, die für die Zubereitung von anderen Speisen verwendet werden können. Zum anderen kann die ausgepresste oder abgegossene Flüssigkeit, die zum Einweichen gedient hat, als „falsche“ Hefe zum Backen, Brauen oder auch für die Herstellung von Heilmittel weiterverwendet werden. Ob tftf, dass sich in den Belegen sowohl mit Phallus/spuckendem Mund oder mit schlagendem Arm belegt findet, auf die Grundbedeutung „(gewaltsam) entfernen“, „Verwirrung des Herzens“ (s.o.) oder aber auf „spucken“, „tropfen“, „überschäumen“ (s.o.) zurückgeführt werden kann ist nicht eindeutig klar. Da aber der angenommene Verarbeitungsprozess sowohl das Aufsplitten durch Schlagen der Gerste, das Rühren (Verwirren) und Angären der im Wasser eingeweichten Masse (Datteln, Linsen, Gerste) sowie das anschließende Auspressen oder Abtropfen der Einweichflüssigkeit umfasst, könnte beides in Betracht gezogen werden. Der Vorschlag zur Deutung dieses Lemmas soll hier nur ein Vorschlag sein, da es erst mehr Belege bedarf, um diese Wortbedeutung von tftf sicher zu untermauern.
Zur Lesung Pꜣ-šnꜥ-Ḥr-wḏꜣ: Siehe Anmerkung zu II.4; vgl. II.12 und II.16.
Zur Lesung nyt (rdb) 2/3 1/6: Die Lesung der Bruchzahl am Ende dieser Zeile (s.a. III.8, III.12, III.13) wurde von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., mit Fragezeichen versehen und nicht gelesen. Durch einen Vergleich mit den in der Paläographie des DPDP aufgenommenen und weiterer publizierter Schreibungen der Kombination 2/3 und 1/6, kann der Bruch am Ende dieser Zeile eindeutig mit 1/6 identifiziert werden. Ich danke Jannik Korte für diesen Hinweis.
Zum Titel ỉni̯-ww: Depauw, in: Egyptian Religion IIDepauw, M., 'The Isionomos or in-wwy', in: Clarysse, W. et al. (edd.), Egyptian Religion. The Last Thousand Years. Studies Dedicated to the Memory of Jan Quaegebeur I-II (Orientalia Lovaniensia Analecta 84-85; Leuven, 1998), 1131-1154..
Zu Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb-Ḥr-?wḏꜣ? (hapax leg.): Die ungewöhnliche Schreibung des Ortsnamens Tell el-Athrib wurde schon von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, 31 (18), bemerkt. Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank. macht hierzu keine Angabe. Tell el-Athrib ist eigentlich nur mit der Bezeichnung Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb belegt (Vernus, AthribisVernus, P., Athribis. Textes et Documents relatifs à la Géographie, aux Cultes, et à l'Histoire d'une ville du Delta Égyptien à l'Èpoque Pharaonique (Bibliothèque d'Etude 74; Le Caire, 1978)., 337-344; Leclère, Villes Basse Ègypte ILeclère, F., Les Villes de Basse Ègypte au Ier Millénaire av. J.-C. I-II (Bibliothèque d'Etude 144.1-2; Le Caire, 2008)., Nr. 5, 233-278). Eindeutig folgt dieser Ortsangabe in Zeile III.4 die Schreibung des Gottes Horus, dem Hauptgott des 10. u.äg. Gaus Athribites und der Stadt Tell-Athrib. Die sich anschließende Zeichengruppe, die sich vor dem Ortsdeterminativ befindet, ist zwar gut erkennbar, bleibt aber in ihrer Bedeutung unklar. Sicherlich dürfte sich diese Gruppe, die Ähnlichkeiten mit tn bzw. tw besitzt, noch auf den zuvor benannten Horus beziehen. Es könnte sich hier jedoch um eine stark verkürzte Schreibung von Ḥr-wḏꜣ handeln, die zwar hier angenommen, jedoch sehr ungewöhnlich ist und mit den in diesem Papyrus vorkommenden Belegen (vgl. II.4, II.12, II.16, III.2) nicht übereinstimmt. Eine gesicherte Lesung dieser Namenserweiterung von Tell el-Athrib kann ich nicht anbieten. Auch ist überhaupt eine Namenserweiterung nach Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb bisher nicht belegt (Vernus, AthribisVernus, P., Athribis. Textes et Documents relatifs à la Géographie, aux Cultes, et à l'Histoire d'une ville du Delta Égyptien à l'Èpoque Pharaonique (Bibliothèque d'Etude 74; Le Caire, 1978)., 337-344; Vandorpe, geografische elementenVandorpe, K., Egyptische geografische elementen in Griekse transcriptie (Leiden, 1988)., 135-136; Verreth, ToponymsVerreth, H., Toponyms in Demotic and Abnormal Hieratic texts from the 8th century BC till the 5th century AD (Leiden, 2011)., 54, 90, 604, 703; Verreth, Survey of ToponymsVerreth, H., A survey of toponyms in Egypt in the Graeco-Roman period (Leiden, 2013)., 719; Peust, ToponymePeust, C., Die Toponyme vorarabischen Ursprungs im modernen Ägypten (Göttinger Miszellen Beihefte 8; Göttingen, 2010)., 100-101). Es wäre jedoch auch möglich, dass es sich bei Ḥr-?wḏꜣ? nicht um eine Erweiterung des Stadtnamens Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb handelt, sondern um eine Benennung einer spezifischen Kulteinrichtung des Tempels des Har?yothes? in Tell el-Athrib, da hier ein Isionomos erwähnt wird und dieser Titel zumeist in enger Verbindung mit einer Kulteinrichtung steht (z.B. Isionomos des Tempels der Isis), hier wäre jedoch eine Formulierung pꜣ ỉni̯-ww rmṯ Ḥr-?wḏꜣ? n Ḥw.t-tꜣ-ḥri̯ eher anzunehmen.
Zur Lesung pꜣ rmṯ ?...? M(ꜥ).w (TM_geo:10701): Siehe zu pꜣ rmṯ ?...? ausführliche Anmerkung zu Z. II.13 in der dieselbe Schreibung vorkommt. Zu M(ꜥ).w : Anmerkung II.13 mit Literaturangaben (s.a. zur Lesung des nomadisierenden libyschen Hirtenvolks der Ma(xyer) als ägyptisch Militäreinheit: Vittmann, Enchoria 25Vittmann, G., 'Kursivhieratische und frühdemotische Miszellen', Enchoria 25 (1999), 111-127., V. Zu den Ma(xyern) in der Perserzeit, 123-124; Zauzich, Enchoria 17Zauzich, K.-Th., 'Noch eine Versteigerung', Enchoria 17 (1990), 161-162.).
Zu ntỉ wtb: siehe ausführliche Anmerkung in II.3 (s.a. III.12).
Berechnung: 23,8 Deben (A. 1.Posten, I.13) + 25,6 Deben (A. 3.Posten, II.3) + 9,7 Deben (A. 4.Posten, II.19) + 23 Deben (A. 6.Posten, II.16-20) + 10,5 Deben (A. 7.Posten, III.1+3) = 92,6 Deben. Diese 92,6 Deben bilden die Berechnungsgrundlage für B. Die Kreditoren-Berechnung der effektiven offenen Geldforderungen an die Debitoren.
Berechnung: 1/2 + 1/2 (A. 5.Posten, II.11+13) = 1 (Lok) Wein.
Berechnung: 1/2 + 1/2 (A. 5.Posten, II.12+15) = 1 (Lok) Getränk (Bier?).
Berechnung: 1 + 1 + 1/2 (A. 7.Posten, III.4-6) = 2 1/2 Lok Rizinusöl.
Berechnung: 1 (A. 2.Posten, I.14) + 1 (A. 5.Posten, II.14) = 2 Kleidungsstücke.
nyt 2/3 1/6, 7. Posten, III.2. Die Lesung der Bruchzahl am Ende dieser Zeile (s.a. III.8, III.12, III.13) wurde von Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 26, und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., mit Fragezeichen versehen und nicht gelesen. Durch einen Vergleich mit den in der Paläographie des DPDP aufgenommenen und weiterer publizierter Schreibungen der Kombination 2/3 und 1/6, kann der Bruch am Ende dieser Zeile eindeutig mit 1/6 identifiziert werden. Ich danke Jannik Korte für diesen Hinweis.
Berechnung: Artaben verbackenes Mehl: 6,5 rdb (A. 1.Posten, I.8) + 6 rdb (A. 3.Posten, I.20) + 3,5 rdb (A. 4.Posten, II.7) = rdb nyt 16. Hier wird allein die verbackene Mehlmenge gesondert ausgewiesen, die Teil der in dbn erhobenen gesamten Geld-Abgaben sind (III.8. 16 Artaben verbackenes Mehl x 5 dbn pro Artabe = 80 dbn (brutto). 80 dbn - 34,9 dbn Unkosten (zu Lasten der Institution) = 45,1 dbn. 45,1 dbn (netto) + 14 dbn (alte Schulden Bäcker) = 59,1 dbn gesamt. 59, 1 dbn + 33,5 dbn (erhobene, gesonderte Geld-Abgaben zu Lasten der Bäcker) = 92,6 dbn (Summe aller Geld-Abgaben, III.8).
Zur Berechnung des Abschnittes B.: Ausgangspunkt für die Berechnung aller unter B. aufgeführten Geld-Beträge sind allein die 96,2 Deben, Summe aller Geld-Gewinne inklusive Schulden (III.8). Einige hier aufgeführte Einzahlungen tilgen jedoch Naturalien Abgaben bzw. Geld Einzahlungen aus vorherigen Aufstellungen, die nicht unter A. erfasst sind (s. III.12-15 und III.17 sowie Anm. zu diesen Posten). Diese dürften auf dem vorderen, nicht erhaltenen Abschnitt des Papyrus verzeichnet worden sein (s. hierzu Kommentar zum Text).
Zu bꜣk: siehe ausführliche Anmmerkung in I.8. Zu ntỉ wtb: siehe ausführliche Anmerkung in II.3 (s.a III.7). Da es sich, wie beim Kommentar zum Text ausführlich erklärt wird, um die letzte Aufstellung eines ehemals wohl längeren Papyrus mit aufeinanderfolgenden, inhaltlich zusammenhängenden Berechnungsposten über meherere Monate handelt, werden hier Abgabenzahlungen aufgeführt, die innerhalb aller auf dem gesamten Papyrus aufgelisteten Berechnungen, auf den letzten Rechnungsposten (erhaltener Text des P. BM EA 10225) verschoben bzw. mit einberechnet sind. Bei den 2 Artaben Mehl handelt es sich um eine Einzahlung der Betriebe an den Tempel. Die Einzahlung von 2 Artaben Mehl muss in einer Aufstellung von Abgaben aufgeführt worden sein, die sich auf eine frühere Berechnung bezieht, die auf dem ersten Abschnitt und nicht auf dem letzten, hier erhaltenen Abschnitt des ursprünglich längeren Papyrus verzeichnet war. Sie tilgt somit einen hier nicht aufgelisteten, früheren Posten. Alle Naturalien-Abgaben, die, wie aus dem hier vorliegenden Text hervorgeht, nicht in Deben umgerecht werden, werden als Sonderposten aufgeführt, somit werden auch die Tilgungen der Naturalien-Abgaben als Sonderposten berechnet.
Zu pꜣ ỉni̯ □ (rdb nyt) 2/3 1/6: bei der Einzahlung der 2/3 1/6 (Artaben Mehl), handelt es sich, da hier die Erweiterung ntỉ wtb fehlt, höchstwahrscheinlich um die in Zeile III.10 berechnete Naturalien-Abgabe von 2/3 1/6 (Artaben Mehl) der Leute von Der-Bäckerei-des-Haryothes (s. hier 7. Posten und Gesamtberechnug III.10), die als Sonderposten berechnet wird. Durch diese Einzahlung von insgesamt 2 2/3 1/6 Artaben Mehl an den Tempel wird somit eine frühere Abgabe sowie eine aktuelle auf dem Papyrus Abschnit P. BM EA 10225 verzeichnete Schuld zum 2. Achet, Tag 22 getilgt.
Zu wš als wegfallender Listeneintrag auch in Verwaltungsakten: Hoffmann, Enchoria 29Hoffmann, F., 'Astronomische und astrologische Kleinigkeiten IV', Enchoria 29 (2004), 44-52.. Wie in Zeile III.17 handelt es sich hier um einen wegfallenden Listeneintrag vom 2.Achet, Tag 20. An den Tempel wurde eine Einzahlung von XX Deben geleistet, ein Teil dieser Einzahlung tilgte die am 2.Achet, Tag 20 verzeichnete und erhobene Zahlung von XX Deben, sodass nun eine Restsumme von 4,25 Deben verbleibt, die als Einzahlung des aktuellen in A. berechneten Netto-Gewinns des Tempels verbucht wird. Das Datum des wegfallenden bzw. getilgten Listeneintrags 2.Achet, Tag 20, liegt in dem Zeitrahmen der unter A. aufgestellten Gewinnbeträge des Temples, kann aber nicht direkt einem dort aufgeführten Posten zugeordnet werden.
Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 27, und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank., lesen hier Tag 24. Die Summe von 2 Deben tilgt hier keinen früheren Listeneintrag und werden daher komplett als Einzahlung des aktuellen in A. berechneten Netto-Gewinns des Tempels verbucht.
Zu wš als wegfallendem Listeneintrag auch in Verwaltungsakten wie auch der Berechnung dieses Postens: siehe ausführliche Anmerkung zu III.15. Das Datum des wegfallenden bzw. getilgten Listeneintrags 1. Achet, Tag 16, liegt außerhalb des Zeitrahmens der unter A. aufgelisteten Berechnungen des Temples (A.I. Berechnung datiert auf den 1. Achet, Tag 11; A.II. Sammelabrechnung im Verlauf des 2. Achet). Die 3,5 Deben werden als Einzahlung des aktuellen in A. berechneten Netto-Gewinns des Tempels verbucht.
Berechnung der Summe der Einzahlungen an den Tempel: 4,25 Deben (III.15) + 2 Deben (III.16) + 3,5 Deben (III.17) = 9,75 Deben.
Die Unkosten für einen Wasserkrug belaufen sich auf 0,4 Deben (idem I.8 / I.10 / I.21 / III.18).
Berechnung der gegengerechneten Unkosten des Tempels: Wasser 4 Deben (III.18) + Sesam 3 Deben (III.16) + Knoblauch 1,25 Deben (III.17) + Kraut/Zwiebeln 1,5 Deben (III.21) = 9,75 Deben. Einnahmen 9,75 Deben - Unkosten 9,75 Deben = 0.
Das Lemma ꜣwš bedeutet hier sicherlich nicht ỉwš bzw. ꜣwš „Weihrauch, Harz“, da weder hierfür Salz benötigt wird, noch überhaupt diese Materialien in den Kontext der vorliegenden Auflistungen von Lebensmitteln passt (so auch. Andrews, in: The Unbroken ReedAndrews, C., 'Some Temple Accounts (P. BM 10225)', in: Eyre, C. et al. (edd.), The Unbroken Reed. Studies in the Culture and Heritage of Ancient Egypt in Honour of A.F. Shore (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 11; London, 1994), 25-34., 27, 33 (45)m und Vittmann, P. BM EA 10225, in: TLAVittmann, G., P. BM EA 10225, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae. Berlin-Brandendurgische Akademie der Wissenschaften - Strukturen und Transformationen des Wortschatzes der ägyptischen Sprache. Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz - Demotische Textdatenbank.). Es wird sich um den demotischen Begriff ỉwš bzw. ꜣwš „Teig, Brei, Grütze“ handeln (Brotdeterminativ), der mit dem ägyptischen Lemma jwšš, „Teig“ als Nahrungsmittel oder Medikament gegen Bauchkrankheiten, auch in Verbindung mit Datteln in Wasser eingeweicht, mehrfach belegt ist. Im Koptischen findet sich dieser Begriff als ⲟⲟⲩϣ, „Brei (aus Brot oder Linsen)“, der zunächst in wenig Wasser angesetzt und dann in Wasser gekocht, auch flüssiger Brei mit Mehl, Öl, Salz vermengt oder auch mit Trauben oder Datteln versetzt wird (s. auch Ray, in: Studies H. S. SmithRay, J., 'Dreams before a Wise Man. A Demotic Ostracon in the Nicholson Museum, University of Sydney (inv. R. 98)', in: in: Leahy, A. / Tait, W. (edd.), Studies on Ancient Egypt in Honour of H. S. Smith (Occasional publications / The Egypt Exploration Society 13; London, 1999), 241-247., 243-244). Siehe hierzu auch die Anmerkung zu den tftf-Männern in III.1.
Berechnung: Summe aller Geld-Gewinne des Tempels 92,6 Deben (III.8) - diesbezüglich erhaltene Einzahlungen 9,75 Deben (III.18) - laufende Unkosten zu Lasten des Tempels 9,75 Deben (III.21) + 8 Deben (vso 1) = 84,6 Deben. Dieser Betrag ist dem Tempel noch nicht einbezahlt worden. Von dieser Summe würden, wenn diese Berechnung nicht nach den ersten zwei Zeilen auf den Verso abbrechen würde, weitergeführt werden. Ein Terminus post quem für diese letzte auf dem Papyrus verzeichnete Berechnung ist der 2. Achet, Tag 25 (III.25).
(15/06/2021)
P. BM EA 10225
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𓆰𓏪3𓆰𓏪
𓆱:𓏏*𓏤𓆱𓏏𓏤
𓆳𓊗𓆳𓊗
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𓆷𓏰𓏰𓆷𓏰𓏰
𓆷𓏰𓏰1𓆷𓏰𓏰
𓆷𓏰𓏰1𓏰:𓇳𓆷𓏰𓏰𓏰𓇳
𓆷𓏰𓏰𓏰:𓇳𓆷𓏰𓏰𓏰𓇳
𓆼𓆼
𓇋𓇋
𓇋*𓊪𓇋𓊪
𓇋1𓇋
𓇋1𓇋𓀀𓇋𓇋𓀀
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𓇋𓀁𓂋:𓏥𓏲𓇋𓀁𓂋𓏥𓏲
𓇋𓀁𓂧:𓏏*𓏤𓇋𓀁𓂧𓏏𓏤
𓇋𓀁𓏤𓅓:𓂝𓏛𓇋𓀁𓏤𓅓𓂝𓏛
𓇋𓂋:𓏭𓇋𓂋𓏭
𓇋𓂋:𓏭𓀹𓇋𓂋𓏭𓀹
𓇋𓇋𓏲𓇋𓇋𓏲
𓇍1:°𓇋1𓇍𓇋
𓇍1:°𓇋1°𓇍𓇋
𓇍1:°𓇋1𓂻𓇍𓇋𓂻
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𓋴:𓅨:𓂋*𓏰 𓋴 𓅨 𓂋𓏰
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𓋹𓈖:𓐍:°𓋹𓈖𓐍
𓌉𓋞:𓈒*𓏥1𓌉𓋞𓈒𓏥
𓌙𓌙
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𓌽:𓏥𓌽𓏥
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𓍁:𓂝2𓏤𓉐𓏤𓍁𓂝𓏤𓉐𓏤
𓍑𓍑
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𓍱1:°𓍱
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𓏤1𓈘:𓈇𓏤𓈘𓈇
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𓏤𓏰:𓊖3𓏤𓏰𓊖
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𓏥:°𓏥
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𓏪1𓏪
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𓏴:𓏛𓏴𓏛
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𓏻𓏻
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𓐅𓐅
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𓐉𓐉
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𓐍:𓈖𓇓2𓏲1𓅆𓐍𓈖𓇓𓏲𓅆
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𓐝@𓐝
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𓐩𓐩
𓐪𓏏:𓊌𓐪𓏏𓊌
© The Trustees of the British Museum; CC BY-NC-SA 4.0.
P. BM EA 10225
?...?-ỉmnt
"?...? des Westens [ON]"
?...?-m.w
"?...? der Ma(xyer) [ON]"
⸗w
"[Suffixpron. 3. pl. c.]"
⸗f
"[Suffixpron. 3. sg. m.]"
ꜣwš.w
"Grütze"
ꜣbd-1
"Monat 1"
ꜣbd-2
"Monat 2"
ꜣḫ.t
"Überschwemmungsjahreszeit, Achet"
ỉyi̯
"kommen; gegen jemanden Anspruch erheben [mit r]"
ỉp
"Abrechnung"
ỉmnt
"Westen"
ỉni̯
"Abgabe"
ỉni̯-ww
"Ratgeber, Isionomos"
ỉr.t-ḥr-r.r⸗w
"Inaros [PN]"
ỉr.t-ḥr-r.r⸗w
"Inaros [Held]"
ỉri̯
"machen"
ỉri̯
"[Bildungselement des Partizips]"
ỉrỉ.w; ỉrỉ
"Gefährte"
ỉrp
"Wein"
ỉrpꜥy
"Fürst"
ỉrm
"mit, und, wie [Präp.]"
ỉḳy
"Sesam"
ꜥꜣm
"Hirte"
ꜥwỉ
"Bezirk"
wꜥ; wꜥ.t
"einer"
wꜥb
"Priester"
wbꜣ
"für [Präp.]"
wp-st
"Spezifikation"
wnš
"Wölfin"

"leerer Listeneintrag"
wtb
"zurückerstatten, zurückzahlen"
wḏꜣ
"unversehrt sein"
b-ꜥnḫ⸣
"Bienchis [PN]"
bꜣst.t
"Bastet [GN]"
bꜣk
"Abgabe"
pꜣ
"der [def. Art. sg. m.]"
pꜣ-ꜥwỉ-pꜣ-ꜥꜣm
"Der Bezirk des Hirten [ON]"
pꜣ-šnꜥ-ḥr-wḏꜣ
"Die Bäckerei des Haryothes [ON]"
pꜣ-šrỉ-bꜣst.t
"Psenobastis [PN]"
pꜣ-di̯-ḥr-pꜣ-ẖrd
"Peteharpochrates [PN]"
pꜣ-ḏi̯-ḫnsw
"Petechonsis [PN]"
pꜣy⸗w
"ihr"
pꜣy⸗f
"sein"
pa-bꜣ
"Pabis [PN]"
pr
"der [def. Artikel sg. m., v.a. bei Himmelsrichtungen]"
pr-grg-ḥr
"Kerkeuris [ON]"
psy
"backen"
m.w
"Ma [< Ma(xyer), libyscher Stamm]"
m-bꜣḥ
"vor (Gott oder König) [Präp.]"
m-sꜣ
"es bleibet [Präp.]"
mꜣy
"Insel"
mỉ-nn
"ebenso, wie vorhin"
mw
"Wasser"
mlm
"Melem [ON]"
mḏḳn.w
"Weber"
n
"in [< m] [Präp.]"
n
"des [Genitiv]"
n-ḏr.t; n-ḏr.ṱ
"in der Hand, aus der Hand, von, wegen [Präp.]"
nꜣ
"die [def. Art. pl. c.]"
nꜣy⸗f
"seine"
nyt.w; nyt
"Mehl"
ntỉ
"[Relativkonverter]"
r:
"[Präfix der Relativform bzw. des Partizips]"
r
"macht (bei Beträgen u.ä.)"
r
"pro [Präp.]"
r-mḥ
"insgesamt"
r-hn
"bis hin zu [Präp.]"
r:ỉni̯
"leihen"
rmṯ.w; rmṯ
"Mensch, Mann"
rmṯ.t
"Frau aus ... [mit Ortsangabe]"
rdb
"Artabe [ca. 32 l]"
lḳ
"Lok (Hohlmaß, ein Gefäß)"
h
"Unkosten"
ḥw.t-tꜣ-ḥri̯-ỉb-ḥr-?wḏꜣ?
"Athribis-Hary?othes? [ON]"
ḥwꜣ
"Gewinn"
ḥbs; ḥbs.w
"Kleidung"
ḥmꜣ
"Salz"
ḥr
"Horus [GN]"
ḥr
"Horos [PN]"
ḥr-pꜣ-h̭m
"Harpchemis [PN]"
ḥr-nḏ
"Harendotes [PN]"
ḥsb.t
"Regierungsjahr"
ḥtp-ḥr
"Hetpehyris [PN]"
ḥtt
"Zwiebel"
ḥḏ.w
"Gelder"
ḫm
"klein, jung [Adjektiv]"
ḫnsw
"Chons [GN]"
ḫrš
"Bund, Bündel"
h̭ḏn
"Knoblauch"
sw
"Monatstag [Datum]"
sw-10
"(Tag) 10"
sw-11
"(Tag) 11"
sw-15
"(Tag) 15"
sw-16
"(Tag) 16"
sw-20
"(Tag) 20"
sw-22
"(Tag) 22"
sw-25
"(Tag) 25"
swr
"Getränk, Bier (?)"
sp
"Mal"
sp
"Rest"
sp-2
"zweimal [Wiederholungszeichen]"
sm
"Kraut"
sẖꜣ
"schreiben"
šm
"angeheirateter Verwandter (Schwiegervater, Schwiegersohn, Schwager"
šnꜥ
"Bäckerei"
šrỉ
"Sohn"
ššw
"Krug"
ḳmꜣ
"Schilf, Binse"
ḳd.t
"Kite (1/10 Deben)"
kỉỉ
"anderer [sg. m.]"
kpḏy
"Kapithe [Hohlmaß, 100 ml = 1 choinix]"
grg
"gründen"
tꜣ
"die [def. Artikel sg. f.]"
tꜣ-ꜥẖy-mšꜥ
"Ta-achi-mescha [ON]"
tꜣ-mꜣy-n-tꜣ-wnš
"Die Insel der Wölfin [ON]"
ta
"die von, Tochter von"
ta-ỉyi̯-ḥtp
"Taimouthes [PN]"
ta-?wt?lꜣ-na-ḥr; ta-?wt?lꜣ-n-na-ḥr
"Ta-?ut?la-na-Hor [ON]"
tftf
"tftf [Herstellung eines gärenden Nahrungsmittels (?)]"
tn
"je"
tgm
"Öl, Ölfrucht, Rizinusöl"
dbn
"Deben (Gewicht von ca. 91g)"
dmḏ
"Summe"
ḏḥw.tỉ-ỉri̯.rḫ⸗s
"Thotorchois [PN]"
1
"1"
10
"10"
1/2
"1/2"
12
"12"
14
"14"
16
"16"
1/6
"1/6"
17
"17"
19
"19"
2
"2"
20
"20"
22
"22"
23
"23"
2/3
"2/3"
25
"25"
3
"3"
30
"30"
32
"32"
4
"4"
5
"5"
6
"6"
7
"7"
8
"8"
80
"80"
84
"84"
9
"9"
90
"90"
92
"92"
© The Trustees of the British Museum; CC BY-NC-SA 4.0.